06.11.2009

Internet-Liebe

Offene Karten:

Man kann sich per PN und eMail fürchterlich verlieben.
Man kann sich mit Telefonaten fürchterlich verlieben oder
die erschriebene Verliebtheit auch gleich zerstören.
Was man nicht kann: Dem Moment irgendwas von vorher dazulegen,
wenn man sich ein erstes Mal vorm Angesicht steht.
Dort ist erst einmal tabularasa, Null, Zero, Gar-nix.

Und weil der Angesichtsmoment so heftig ist,
muss man wissen und versuchen,
die Heftigkeit so zu moderieren,
dass die Energien nicht noch aufeinander prallen,
sondern sich für Minuten erst einmal  irgendwo im Nichts verlaufen.

Und danach, meine Liebe, danach kann ich dir offene Karten zeigen.
Alles zuvor ist Zuckerwatte.

Ob gar nichts gleibt oder ist, zuvor?
Doch, da ist ein ordentlicher Wunsch,
dir ein guter Mensch sein zu können,
vielleicht mit der Zeit 'Freund' genannt,
der einfach erst einmal da ist und mit dem du kannst.
Und ob man mal flirte oder in den Bauch fühlt,
so ist jede Idee nach einem Flirter, einem Liebhaber
oder sonst so was reine Illusion
(der man für Momente gerne erliege, wenn es beiden gut tut).
Aber eigentlich ist - bis zu einem Moment des Angesichts -
immer Null, nada, gar nix, was für zwei Menschen
zu einer Liebe führen könnte.

Zwischen geschriebenen Bildern und mir als Mann und Person,
stehen viele Dinge. Daher ... man mag sich in Tiefe einlassen,
da will ich offen sein. Wohin das führt, das trage ich als Null in mir,
da es zuvor kein Wachsen gibt, das hält.

Halten tut nur das Voreinander, wenn es denn hält.
Soweit, was jeder für sich verantwortet, weil er gar nicht anders kann.

Was auch gesagt sein soll:
Auch all jenes, was vor dem Null schon angeleiert und gehäuft
werden kann, kann man in einer sich fühlbaren Liebe tun.
Es ist dann ein ordentliches Bemühen.

Aber am Start dann, musst du es zurücklassen, sonst fallen wir.

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