31.03.2010

Einfach schön finden?

Wenn ich etwas schön finde, dann ist es für mich alles, aber eines ist es für mich in den allermeisten Fällen nicht: "einfach". Ich bin ein Narr darin. Taumelnd und fasziniert lasse ich mich in meine Wahrnehmung fallen, die dann alles ist, von Leben bis Untergang, von Zeugung bis Verdamnis, Wut, Ekel, Hochlebung, Wahn und Unerreichbarkeit. Schön ist für mich, was sich dem Normativen zu entziehen versteht. Darin bin ich irgendwie Fatalist ... "Schönheit ... komm sei so gut, ich bitte dich, mach meine heile Welt kaputt".

Und für mich gaaaaanz wichtig: Gleich den Wagen stoppen, aussteigen, direkt in den Moment hineinprusten und sagen, wie wunderschön, wie einzigartig, wie unerreichbar und einmalig. Es sagen, schreiben, zeigen, hinschreiben, ausschreiben, mitteilen, vermitteln, zukommenlassen, dem oder das, was schön ist an Moment, Mixtur, Aktion und Statik - dem Allem im Sein seines Ganzen.

Sich hinwerfen. Sich wagen. Sich rücklings ins Glück fallen lassen und zu vertrauen, dass man nicht aufschlagen kann. Die volle Wucht. Die ganze Sauce. Und glücklich zu sein, dass das mir Erscheinende mich ganz werden lässt in allem, was ich vermag. Hammer. Atemlos, so atemlos...

Jona Jakob - aus einem Thread zur Schönheit (No-Concept)

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