11.04.2011

Was könnte es bringen, positive Nachrichten achtsam wahrzunehmen?

Hallo zusammen

Ich habe bei mir eine komische Verhaltensweise entdeckt, die ich niederschreiben möchte.
Ich habe bei mir beobachtet, dass wenn mir jemand eine Nachricht sendet, die einfach nur positiv und mit erfreulichen Informationen gespickt ist ... ich nicht wirklich achtsam reagiere. !???
Entweder ich antworte nicht, weil ja alles gut ist.
Oder es folgt ein knappes: Danke / Freut mich / Prima / :-) / Gönn ich dir / etc.

Wenn mir hingegen jemand schreibt, es sei dies Problem und jene Angst und diese Aufgabe, dann ....

- frage ich nach
- notiere, dass ich mich hierzu in drei Tagen melde
- werfe mich antwortend rein
- versuche zu verstehen
- verfeiner mein Bild von der Lage
- nehme ich innerlich an
- kläre in mir meinen Auftrag
- mache Angebote
- frage ob es recht sei
- bin achtsam
- bin zentriert
- etc.


Warum tu ich das nicht auch, wenn mir jemand schreibt

- mir geht es sooo gut
- ich bin sooo glücklich
- habe tollen neuen Job
- kann endlich das und das kaufen
- gehe in die Ferien
- bin verliebt und soooo glücklich
- hatte wunderbaren Abend mit meinem Mann
- Kinder haben die Prüfungen bestanden
- etc.


Was will ich damit versuchen zu erkennen?

Könnte es sein, dass wenn ich bei bei positiven Meldungen wie

- mir geht es sooo gut
- ich bin sooo glücklich
- habe tollen neuen Job
- kann endlich das und das kaufen
- gehe in die Ferien
- bin verliebt und soooo glücklich
- hatte wunderbaren Abend mit meinem Mann
- Kinder haben die Prüfungen bestanden
- etc.

auch sehr achtsam und wahrnehmend und annehmend darauf eingehen würde mit

- frage ich nach
- notiere, dass ich mich hierzu in drei Tagen melde
- werfe mich antwortend rein
- versuche zu verstehen
- verfeiner mein Bild von der Lage
- nehme ich innerlich an
- bin achtsam
- bin zentriert
- etc.

dass ich damit für beide, die Seite der glücklichen Schreiber als auch für mich einen bewussteren Zugang zu positiven Gefühlen schaffen würde?

Wäre es möglich, dass da ganz viel Gewinn und Erfahrungsvertiefung drin wäre, das Gute, das authentisch Eigene, das Stärkende und innerlich Aufbauend ebenso wahrzunehmen, zentriert zu beachten, ein- und nachzufühlen, bis man des andern Glück fast selber auf der Zunge schmeckt?

Wäre es allenfalls ein Erhöhung einer wenn nicht 'der' wichtigen Waagschale in mir?

Ich werde es versuchen - ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dabei nichts gewinnen zu können.

Wie geht ihr damit um? Wie ist eure Balance in dieser Sache?

Wann habt ihr einen lachendfröhlichen Menschen zuletzt gefragt: "Magst du mir sagen, was dieses Glück für dich ist? Woher es sich begründet? Warum es dich so berührt? Wie du es fühlst? Was es dir zeigt? Wie wichtig es dir ist? Welche Erleichterung es dir verschafft? Wieviel Mut es dir schenkt? Ob es Vertrauen in dir erbaut?"

Herzlich fragt
Jona Jakob

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