06.03.2014

tagesanzeiger.ch: Auch junge Männer leiden häufig an ADHS

Hallo zusammen

Ich fand bei tagesanzeiger.ch folgenden Beitrag: 

Lange glaubten Experten, dass nur Kinder und Jugendliche von Aufmerksamkeitsstörungen betroffen sind. Doch ADHS wächst sich selten aus. Das unterstreicht eine neue Schweizer Studie.

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Auch-junge-Maenner-leiden-haeufig-an-ADHS/story/29167583



Mein persönlicher Kommentar: 


Ich bin heute noch immer und immer wieder erstaunt, wie "seltsam denkend" sich manche Köpfe geben, was Hochbegabung, Hochsensibilität oder hier ADHS betrifft. Was mir dabei so 'dämlich' vorkommt, ist, dass die meinen, ein hochbegabte Kind sei dann als Student nicht mehr hochbegabt und ein Erwachsener könnte keinesfalls hochbegabt sein, schon gar nicht als Elternteil von hochbegabten Kindern. 

Diese "fixierte Zuordnen an Entwicklungsklassen [Kleinkind / Kind / Jugenliche / Studenten / Erwachsene) ist mE doof und blind wie Anton. Damit einher geht meine Erfahrung darin, dass man als Mensch mehrfach aus einer Zeit entlassen und in eine neue Zeit (Etappe / Phase) gestossen wird, ohne dass sich jemand Zeit und Bereitschaft dafür nehmen würde, diese Übergänge und Entwicklungen vorzubereiten bzw. dann einführend zu begleiten. Die Schule entlässt ans Gymnasium, das Gymnasium entlässt an die Uni, die Uni entlässt in den Arbeitsmarkt. Doch Lerninhalte für die nächste Lebenszeit, eine Art Inhalte einer Lebensschule, die gibt es mE nicht oder kaum. 

Verpasste Themen dabei: 

  • Sexualität, Intimleben und Partnerschaft
  • Lebensphase des Kindes, jungen Menschen, Erwachsenen
  • Wachstum, Entwicklung, Reife, Engagement
  • Familie, Trauer, Krise, Tod
  • Lebensinhalte, gedankliche Schulen und Gerüste, Religion, etc. 
  • frühes Geld, Geld, langfristiges Geld
  • Karriere als Ganzheit, inkl. Gesundheit
  • Ich-Kompetenz und Sozialkompetenz


Da ist für mich kein bewusster Plan oder eine Ganzheitlichkeit. 'Jeder' schlittert im Verlauf seiner ersten 40 Jahre auf eine grosse Baustelle zu, die dann in einem ersten Bewusstseinsprozess saniert werden muss. 


Hochbegabung ist kein 'Kindheitsthema', sondern ein Gesellschaftsanteil. JJ, 2014

Für mich ist es klar und unmissverständlich, dass sich ein ADHS-Problem nicht einfach aus einer Alters- oder Lebenszeit herauslöst und verschwindet. Das tut es auch nicht was Hochbegabung oder Hochsensibilität betrifft. Eher wäre es mE möglich, dass sich solche und ähnliche Prägungen über die vielen Jahre sammeln und sich dann als Erwachsener noch viel schwerer ausdrücken, ob positiv oder in Leiden und Scheitern. 

Beste Grüsse

Consensus Coaching Jona Jakob
Zürich und Frankfurt

1 Kommentar:

Dodo hat gesagt…

... wobei mich deine Einstellung zum "Befund ADHS" interessieren würde... Ist das nicht vielmehr ein Resultat aus einer chronischen Unverstandenheit heraus?
Liebe Grüsse
Doris