30.12.2015

Hochbegabung in Organisation und Management

Der Zweck des Angebotes ist es, Unternehmen und Führungskräfte dabei zu unterstützen, Mitarbeiter mit Hochbegabung zu erkennen und zu verstehen. Hierfür gibt es eine eigene Website: 





Dabei sind drei Elemente zu beachten:
  • Ziel und Zweck der Organisation, Unternehmen und seiner Führung
  • Die geprägten Personen und ihre Funktionen
  • Alle anderen Kontaktpersonen: Mitarbeiter, Kunden, Kollegen, etc.

Diese drei Elemente bewegen sich im Führungsgrid (Blake/Mouton)
  • zwischen Sachzielorientierung
  • und Sozialzielorientierung

Zentraler Kern der Optimierungen der Zusammenarbeit ist gesteigerte Selbstkompetenz bzw. Ich-Kompetenz und gesteigerte Sozialkompetenz bzw. das optimierte Miteinander

Ich freue mich, wenn ich Ihnen bei solchen Fragen und Anliegen meine Dienste anbieten kann.

Jona Jakob ¦ Individuation
Zürich Bern Frankfurt

19.12.2015

Bei BILD online: Jeder Fluch macht kluch

Hallo zusammen

So Zeug (Beitrag in BILD) erinnert mich an den alten Otto Witz, wo "Rauchen nicht Ihre Gesundheit gefährde, gezeichnet: Dr. Marlboro." Denn die BILD notiert einen Beitrag unter dem Titel:

Fluchen ist ein Zeichen von Intelligenz - Bild online



Ich fluche relativ oft. Dabei spreche ich keine Worte, die einen Menschen als 'Dödel' bezeichnen, so etwas spreche ich nicht aus. Aber was meine Eloquenz lautstark vermag, das sind wortgewaltige Varianten sachbezogener Natur, wenn jemand versucht, meine Intelligenz zu kränken. Dieses Kränken (gerne durch Normalos unbewusst verursacht) ist so ein Ding, dass mich nach all den Jahren HB immer wieder hochfahren lassen kann. Also: "Erzählen Sie mir keinen Scheiss!" - So etwa.

Bei diesen Wutausbrüchen ist für meine Person weiter zu unterscheiden:

a) ob ich mich für den Erhalt von Qualität in eigenen Situationen (also für mein Leben) wehre -

oder was eben viel öfter vorkommt: 

b) dass ich in höchster Güte davon überzeugt bin, der / die andere könnte besser / klüger / einfühlsamer / vermögender / intelligenter.

Die meisten Fälle, in denen ich Fluche sind der Art, dass ich der Meinung bin, der / die andere bemühe sich nicht achtsam um den Einsatz seines / ihres ganzen intelligenten Potentials. Er / Sie sei einfach nur bequem, unachtsam, faul oder sonst gewohnt, nicht mehr zu bringen, als gerade mal so das Notwendigste, wenn überhaupt. Das bringt mich massiv auf die Palme. Und dann fallen Worte ... schlucken tu ich das schon lange nicht mehr.

Beispiel gefällig :-) :
Ich grüsse unseren Postboten, der mit seinem Auslieferfahrrad an einem feuchtfrischen Dezembertag gerade die Briefkästen füllt. Keine Antwort. Ich grüsse zwei weitere Male laut. Keine Antwort. Nach dem dritten Gruss meinerseits drehe ich mich um, gehe die fünf Meter zurück und spreche den Mann direkt an: "Hören Sie zu, ich grüsse Sie drei Mal laut und deutlich, weil ich Ihre Arbeit schätze und ich es nicht selbstverständlich finde, bei dem Wetter diesen Job zuverlässig zu machen. Ich schätze Ihre Leistung. Und es ist Weihnachtszeit, und uns dennoch menschenfeindlicher Terror zu Leibe rückt. Wenn ich Sie dann grüsse, weil ich gut Leben mag, dann bitte ich Sie, das wahrzunehmen und gemäss christlicher Erziehung mich ebenso zu grüssen. Ich möchte ich weder geschnitten werden, noch als Dödel dastehen." Antwort: "Ich war gerade zu sehr mit der Post beschäftigt." Ich: "Erzählen Sie mir bitte keinen Scheiss, mein dreifaches Grüssen hat mehr als 15 Sekunden verstreichen lassen - da bleibt Zeit, kurz zu reagieren. Oder wie möchten Sie Ihr Verhalten Ihren Kindern erzieherisch erklären?" - Danach ging ich und liess den Mann stehen.

Vielleicht bleibt es ein Unversöhntes, in Menschen das Gute sehen zu mögen. Vielleicht ist es bloss die Entwicklung des Normativen. Vielleicht ist es eine Frage der Tagesform und eigener Begabungen. Vielleicht werde ich bloss ein alter Sack.

Frohe Weihnachten

Jona Jakob

BILD online:
http://www.bild.de/news/ausland/intelligenz/fluchen-ist-zeichen-fuer-intelligenz-43837656.bild.html

02.12.2015

Werden wir Selbstbeschmuser? Strategien meiner Bedürfnisse, wenn ich als Begabte oder Begabter nicht verstanden werde

Hallo zusammen

Mich hat ein Gedanke bewegt, den ich mit diesem Beitrag "skizzieren" will.

Ich weiss nicht, ob das eine reale Auswirkung und damit eine Wahrheit sein kann.



Ich habe mich gefragt, ob ein Mensch dann, wenn er nicht oder nicht ganz verstanden wird, damit anfängt, nach weiteren Fragen und weiteren Antworten selber zu suchen, um sich damit "selber zu befriedigen"?

Gemäss bekannten Theorien der Humanistischen Psychologie gilt z.B., dass der Mensch das existentielle Bedürfnis hat, nach Grund- und Sicherheitsbedürfnissen sozial anerkannt zu werden, angenommen zu sein - ja geliebt zu werden. Diese dritte Stufe der Maslow-Pyramide wird in der Entwicklungstheorie noch als 'überlebensnotwendig' bezeichnet, was meint: kriegen wir als Klein- und Kinder oder auch später als Jugendliche und erwachsene Menschen keine Liebe und Annahme, gehen wir ein und werden seelisch krank. Wir verkümmern.

Hochbegabte werden selten gänzlich 'nicht verstanden'. Aber was MEIST stattfindet, das ist eine Teil-Unverstandenheit, wenn die Antwort des Hochbegabten über das intellektuelle Mass des Kommunikationspartners herausragt. Das ist wie bei einem Format von Bildschirm: ist die Website grösser formatiert als die Dimensionen des Bildschirms, kann dieser nicht die gesamte Darstellung anzeigen.

Und ALLE TEILE, die vom Empfänger einer Botschaft nicht verstanden werden, bleiben für den Hochbegabten UNANGENOMMEN und können somit weder angenommen noch geliebt werden. Für die Überanteile des Begabten gibt es keine Aufnahme, keine Liebe, kein Verständnis, keine Zuspruch oder keine Widerrede, keine Orientierung also. Es bleibt eine unerwiderte Leere, die mehr und mehr an der Seele jenes Menschen nagt und ihn unsicher und einsam macht.

Und daher mein Gedanke, ob wir aus dieser Teil-Unverstandenheit heraus nach neuen Fragen und neuen Antworten suchen und suchen und suchen, um mit uns selber jenen ganzen Dialog zu führen, gewonnen in der eigenen wachsenden Erkenntnis, dem unser Umfeld nicht folgen mag, ob intellektuell oder von der Aufmerksamkeit her.

Ist unser Fragen und Suchen nach Wissen, Antworten und Erkenntnis eine Form der Selbstbefriedigung? Umarmen und streicheln wir uns damit selber, da es die anderen nicht tun? Ist die Suche nach Antworten, die uns nicht gegeben werden und die uns Dialog verhindern, eine Überlebensstrategie um "angeblich" nicht zu verkümmern? Fühlen wir uns daher verkrümmt?

Wie ihr seht, ich formuliere mehr eine Frage, als dass ich das bestätigen würde. Aber es könnte gut sein und Resonanz auslösen. Dann wird es für diejenige Person wohl zutreffen und sich stimmig anfühlen.

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Was kann z.B. ein Elternteil einem Kind oder ein Arbeitskollege im Team jemandem antworten, wenn es das Kind bzw. den mitdenkenden Kollegen nicht versteht?

"Ich merke gerade, dass du mir mehr mitteilen möchtest, als ich zu verstehen vermag. Ich spüre den Anteil, den ich nicht verstehe und möchte dass du weisst, dass ich dich darin sehe (und annehme / liebe) als mein Kind bzw. Teamkollege." - In etwa so wäre der unverstandene Anteil weiter unverstanden, aber angenommen, da doch wahrgenommen.

Mit herzlichen Grüssen

Jona Jakob
Zürich Bern Frankfurt