21.10.2017

Jubiläen - eine neue Erfahrung

In 2017 besteht
  • Consensus seit 20 Jahren, ob als Consensus Marketing, Consensus Management oder Consensus Coaching
  • Consensus Coaching feiert damit 10 Jahre
  • Gleich beständig ist damit 'Hochbegabte Hochsensible Erwachsene', heute 'begabt-sensibel'
  • Ich wurde für 20 Jahre Schweizer Berufsprüfungsexperte geehrt
  • Und im Dezember feier ich 10 Jahre XING-Mitgliedschaft
Und wenn es auch kein rundes Datum ist, ich lebe heute in der zweitlängsten Beziehung in meinem Leben. Nur die ehemalige Ehe hat bisher etwas länger gedauert. 


Was möchte ich ansprechen, was zeigen?


Ich bin überzeugt, dass diese 'Ausweise der Beständigkeit' nur dem Umstand zu verdanken sind, dass ich meine Hochbegabung und Hochsensibilität kennen lernte. Dank den letzten Jahren, wo ich mich erkennen und verstehen lernen konnte, vermochte ich, in Verhältnissen und auch in meiner eigenen Arbeit die Kontinuität erhalten. Kaum mehr Brüche, Abrisse, Neubeginn. Vielmehr Versöhnung, Verständnis, Belassen und nicht gleich schnelldenkend bewertend, eintütend, checkend. 

Ich bin meinem Sammelsurium Herr geworden, kann auffangen, ohne gleich loszuballern, lernte anders einzuordnen, als immer nur erst bedürftig betroffen zu sein. Ich habe mir in diesen Jahren mein Inneres von der Seele geschrieben, so dass ich Schlaf fand. Und nach nicht zu wenig Jahren bin ich heute wieder in der Lage, neben jemandem in Ruhe ein Nacht lang zu schlafen - mein Kopf, mein Inneres lassen mich heute in Ruhe. Das auch an Anlässen, wo ich längst nicht mehr so sehr mitreden muss. Noch immer übe ich, es in Gruppen auszuhalten, z.B. in Lehrgängen. 

Doch ich habe abgeschlossen, laufe nicht mehr davon, bleibe geduldig sitzen, höre zu, bändige meine Langeweile oder versuche, positiv Dingen etwas abzugewinnen, die ich früher für banal hielt. Innere Ruhe lässt mich einfach mal sein. Der Zynismus wurde weniger, die Schärfe meiner Worte liegt eher im Sicherungsschrank. 

Wichtig dabei: Das ist alles nicht verloren oder aus mir draussen, jederzeit kann ich bissig, blitzschnell und messerscharf denken und argumentieren. Aber weil meine Seele in ihrer eigenen Erkenntnis eine Waffe zu sein, ein gefährlicher Clown, Ruhe und Mittung fand, schiesst sie nicht mehr zu sehr los. Ich bestimme mein Leben zu grossen Anteilen weitaus selber, weiss abzuwarten, kenne Beruhigungsmethoden, Ruhezeiten und natürlich alles, was mich auf die Palme bringen könnte. Eines meiner Hauptventile ist und bleibt das Schreiben. 

Aschaffenburg am Schloss; am Main. Bild: vom iPhone Elke Merkel. 

Dass mir wichtige Gesprächspartner wegsterben oder unerreichbar krank werden, das ist ein wahres Dilemma. Aber auch da erkenne ich, dass ich als sensibler Begabter eben mehr suchen und spüren muss, wohin das geht und wer jemand ist, mit dem ich sparkeln kann. 


Leben mit Begabung


Jubiläen, wie sie dieses Jahr entstanden und teilweise in Gesellschaft geehrt und gefeiert wurden, spüre ich vielleicht ein erstes Mal in meinem Leben - und daher nehme ich sie so wahr. Es sind für mich Zeugnisse, mit meinen Rädern auf den Schienen zu stehen, die PS auf den Boden zu bringen und eben nicht von einem anderen Planeten zu sein, sondern Begleiter, Trabant unter Menschen, eine wirklich exklusive Rolle, die mich glücklich macht. 

Diesen Aspekt von Leben, Jubiläen als Ausweis von Dauerhaftigkeit, den wollte ich zu den Themen Hochbegabung, Scanner, High-Sensation-Seeker und last but not least der Buntheit an sich aufzeigen. 

Denn mit diesen Jubiläen, Beweise für Beständigkeit, wird auch ersichtlich, von welcher Qualität und inneren Konsistenz das eigene Verhalten und die eigenen Verhältnisse zu anderen bestehen, den 98% Andere. Sie sind nicht darauf angelegt, dauernd und sprunghaft Situationen, Verhältnisse und ihr Leben zu ändern. Sie haben Strategien und daher Bedürfnisse an einer Sache fortzufahren, sie aufzubauen, beständig und zu bestehen. Und weisen sich mir nun Jubiläen aus, sind das eben auch Belege dafür, es mit meinem Umfeld gut zu können und von denen angenommen zu sein - das Miteinander fand dank viel Arbeit am Inneren und meiner Selbstkompetenz einen fruchtbaren Boden, Vertrauen, Mögen und viele herzliche Beziehungen, die sich gegenseitig nähren, entstehen zu lassen. 

Wem ich dafür nun danke sagen mag, weiss ich nicht. Vermutlich besonders euch, die ihr nicht zu sehr gewichen seid bzw. mir bliebet. Es muss erwähnt werden, dass es eine Unzahl an Menschen gibt, denen ich als unerkannter Begabter ungnädig auf den Sack ging und die mir dadurch verloren gingen. Ist auch ok. 

Speziell möchte ich drei Frauen danken: meiner Ex-Ehefrau, die mich mit ihrem liebevollen Wesen an den Rand der Normalos trieb, eine Krise ja, aber eben lehrreich allemal. Ohne diesen Kick-Ass wäre ich heute noch ein Kind. 

Dann ist eine Person aus XING zu nennen, die vor 10 Jahren mich erkannte. So lernte ich Hochbegabung und Hochsensibilität kennen. Und konnte meine Entwicklung fortsetzen, eine schmerzlich existenzielle Emanzipation, und bestimmt mein eigenes "metoo". So nahe das damals meinen Suizid bedeutete, so wichtig ist es heute, den Moment und das Geschehen in Dankbarkeit zu halten. Es war nicht schön, aber ich wäre nicht jener geworden, der ich heute so gerne sein mag. Das zählt. 

Der grösste Anteil Dank, Liebe und Glück geht an meine Liebe und Liebste, die mich einfach liebt. Sie trägt mich in sich und lässt mich dabei mich sein. Wir hängen nicht zu sehr an unseren Hormonen, unterschiedlich begabt und sensibel, wie wir beide geprägt sind. Entscheidend trägt uns selbe Erfahrung, zu oft und zu lange unverstanden verblieben zu sein, ein gemeinsamer Boden an Verständnis, der aus jedem von uns beiden das Bedürfnis nach Wertschätzung wachsen liess - Form von Miteinander der schönen, lebenswerten und entwickelnden Art, dem eben, wenn jemand notiert: 'die Liebe trägt uns'. 

Dieses Tragende. - Ich freue mich auf kommende Jahre. 

Welchen Bestand feiert Ihr?

Was hat es euch gekostet?

Was wächst?




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