21.02.2010

Lilli Cremer-Altgeld, Pressetext 01

Hochbegabte managen anders

Die Moderatorin Lilli Cremer-Altgeld schreibt über Hochbegabung.

News aus der Welt der Hochbegabung sowie Hintergründe zu den Themenwelten Hochbegabung und Höchstbegabung sind online unter ‚Für Hochbegabte und Höchstbegabte’. Die Herausgeberin dieser sowie weiterer Seiten zum Thema ist die Moderatorin Lilli Cremer-Altgeld.

Bei ihrer Arbeit im Internet-Forum „Hochbegabung - Drama oder Erfolgsstory“ wie auch in ihren Vorträgen geht es Lilli Cremer-Altgeld um die Aufklärung der häufig mit Vorurteilen beladenen Themen „Hochbegabung und Höchstbegabung“.

Ein auffallendes Merkmal bei Hochbegabten ist: Viele hochbegabte Erwachsene wissen nichts von ihrer Begabung, leiden aber unbewusst unter ihrer Situation. Sie halten sich für „nicht normal“ und zweifeln an ihrer Person. Sie fragen sich: Was ist los mit mir? Warum bin ich anders? Und: Was ist die Ursache?

Sie machen sich Selbstvorwürfe, weil sie anders sind und ‚nicht normal’ - aber: was ist normal? welche Norm? Auch die Vorwürfe der anderen machen ihnen das Leben regelrecht schwer.

Auf den Gedanken, sie könn(t)en hochbegabt sein, kommen die meisten nicht mal im Traum. Oft sind sie eher sehr bescheiden - nicht selten schüchtern. Hoch sensibel sind ebenfalls viele Hochbegabte.

Gespräche könnten helfen - aber viele Menschen mit IQ >130 lassen sich nicht gern helfen. Ihr Vertrauen ist zu oft missbraucht worden. Hilfreich sind Internet-Seiten über Hochbegabung und Foren, in denen sie sich mit Gleichgesinnten austauschen können.

Viele Mitmenschen denken, wenn jemand hochbegabt ist, müsse er/sie das doch merken. Aber das ist ein Irrglaube. Auffallend viele dieser Menschen können nur bedingt gut mit ihrer Begabung umgehen.

Die sprichwörtliche Rede: „Eine eins plus in Mathe - aber die Schuhe nicht alleine zubinden können.“ bringt es auf den Punkt. Obwohl auch längst nicht alle Hochbegabten Mathe-Genies sind.

Hochbegabten-Forscher Jürgen vom Scheidt hat eine Hypothese über die Verteilung und Ausprägungen der Hochbegabung aufgestellt:

1. Die erste Gruppe der Hochbegabten, rund ein Drittel, lebt zufrieden und erfolgreich mit der Begabung.

2. Die zweite Gruppe der Hochbegabten, rund ein Drittel, wird als „latent“ bezeichnet - trotz Begabung kommen die Menschen nicht (richtig) voran.

3. Die dritte Gruppe der Hochbegabten, rund ein Drittel, wird als ‚Underachiever’ bezeichnet. Sie verweigern - aus ihrer Sicht aus gutem Grund - Begabungen und Talente.

Nach vorsichtigen Schätzungen leben rund zwei Millionen Hochbegabte und Höchstbegabte in Deutschland. Diesen Menschen selbst sowie deren Angehörigen, Freundinnen und Freunden, Chefs und Lehrerinnen einen kleinen Einblick in die Welt der Hochbegabung und Höchstbegabung zu geben, hat sich Lilli Cremer-Altgeld zur Aufgabe gemacht.

• Homepage: http://cremer-altgeld.blogspot.com/

• Pressekontakt

Lilli Cremer-Altgeld
Graf-Salm-Str 34
50181 Bedburg/Köln

Mobil + 49 (0) 151 1431 3556
Fon + 49 (0) 2272 4097 900
Fax + 49 (0) 2272 4097 901
Hochbegabte@t-online.de

19.02.2010

Führungskraft - Das sind alle!

Führungskraft, das ist jeder Mensch. Zumindest wer sein Leben selber führen kann, hat damit Aufgaben zu meistern. Wer einen Haushalt führt und seine Administration macht, wer in einer Ausbildung steckt oder Kinder erzieht, hat Führungsaufgaben zu bewältigen. Selbst wer eine Hund oder Pferde führt, einen Wagen lenkt, eine Steuerung bedient, ist eine Führungskraft.
Weiter führt, wer eine Gruppe leitet, wer seinen Arbeitsbereich und seine Projekte managed, wer als Stellvertreterin oder Stellvertreter eingesetzt wird und wer eine leitende Funktion einnimmt.
Leadership, das bin erst einmal ich selber. Leadership bedeutet erst in einer zweiten Stufe das Führen anderer Menschen.
Leadership - Warum Führung wirkt und jemand seine Ziele erreicht.

Herzlich willkommen
Jona Jakob

Leadership und Management

Dieser Blog will sich mit unterschiedlichen Aspekten von Leadership & Management bezüglich Prägungen von Hochbegabung und Hochsensibilität befassen:

Leadership
Hier übernimmt die Führungskraft eine Gestaltungs- und Entwicklungsaufgabe für die zwischenmenschlichen Beziehungen und für die Teamkultur in ihrem Wirkungskreis aufgrund einer bewussten Wahrnehmung der eigenen Person, des Gegenübers und der sachlichen Gegebenheiten.
- Selbstkenntnis als Führungsperson
- Selbstmanagement
- Kommunikation und Information
- Teamführung
- Konfliktbewältigung

Management
Hier übernimmt die Führungskraft eine Lenkungs- und Steuerungsaufgabe im Rahmen des Führungsprozesses des Unternehmens oder der Organisation, wofür sie nützliche Führungsinstrumente und -methoden professionell einsetzt:
- Marketing
- Finanzen
- Personal
- Oganisation

18.02.2010

Verbundenheit

In einem Xing-Thread beschrieb jemand, aus Vernunftsgründen per sofort verlassen worden zu sein ("Es sollen andere nicht verletzt werden", daher die Unmittelbarkeit) . Hierzu mein Beitrag, den ich zeigen möchte:


Ich kann dir tiefstens folgen.

Damals entschieden wir uns beide für die Vernunft, um andere nicht zu verletzen. Heute stimmt es für uns beide so - die Verbundenheit ist geblieben, aber sie braucht keine Beziehung. Es wurde möglich, eine neue Frau zu lieben, nicht weniger oder irgendwie, sondern voll und ganz ... und das hielt dann sonst nicht ...

Doch wenn ich zurückschaue, liebte ich immer ... für mich sind Lieben wie unterschiedliche Kaleidoskopbilder und das eine ist mit dem andern in keiner Weise zu vergleichfühlen.

Die Verbundenheit ... sie ist mir enorm wichtig. Nicht abzulassen, egal wie schwer der Moment, weil ich in mir jemanden nicht verlügen kann. Egal was war, ich ass, trank, sprach, schlief, reiste, arbeitete, haushaltete mit dem Menschen und erlebte Momente und das vertraute Beisammensein. Kein Fehler, kein Nicht-Gehen, keine Enttäuschung (verursachend/erfahrend) soll mich davon abbringen, diesen Menschen geehrt in mir zu tragen, bis ich umfalle. Verbundenheit im Wissen um den andern.

Wenn das bleibt, wie eine Haltung und Wahrnehmung, dann ist niemand tot, selbst wenn er/sie gestorben wäre.

Jona - verbunden, sehr sogar...

03.02.2010

Meine Hochsensibilität

Dies ist mein Beitrag aus einem Xing-Thread in der Gruppe 'Sensibilität als Kompetenz'. Der Thread trägt den Titel : Sensibilität - kann doch auch positiv sein! Wie nutzt Ihr das?

Hallo zusammen

Ohne meine HS wäre ich - ich weiss es nicht. Bestimmt ist es mein grösstes Glück, meine HS und HB entdeckt zu haben. Dafür schüttelt es weiter mein Innerstes, dass ich es finden und erkennen durfte.

Meine HS belastet mich erst, nachdem sie einen wunderbaren Nutzen und Zweck erfüllt hat. Dann kann es für sie zu viel werden und sie läuft mir sozusagen aus, ich bin dann empathisch leer und kriege eine dünne, hungernde Haut. Doch grundsätzlich, ausgeschlafen, nach Erholung im Alleinsein, da wirkt meine HS wie ein Radar, eine Gesamtschau, ein Sender-Empfänger-Kanal und macht die schier unmöglichsten Dinge möglich.

Meine HS ist meine ganze Zartheit, Stille und mein Dasein für andere. Meine HS ist Kreateur von Klängen, Bezügen, Vernetzungen, Assoziationen, Wortgewalten und diversen Feinschmeckereien.

Meine HS ist mein Vermögen, jemanden so lange bei sich sein zu lassen, bis 'sie' zu mir kommen möchte.

Meine HS haucht Bilder, flüstert Bewegungen, schnuppert den Strom der Tiden.

Meine HS ist manchmal wie ein satter Strom, in dem es andern möglich wird, sich einsinken zu lassen.

Meine HS ist Matte und Watte meiner Eloquenz, sie führt meine Hand zum Strich, lässt mein Sehen ins Ganze geraten und Zutritt finden, wo ich dem andern dann sich selber zeigen kann.

Und ob ich damit lebe oder liebe oder arbeite, sie ist mir meine Kunst und meine Waffe, mein Schutz und meine Zerbrechlichkeit.

Ob ich Schwächen kenne? Ja, fürchterliche. Meine HS hat in mir einen alten Widersacher und alten Streiter, nämlich meine existenzialistische Erziehung, blank und nackt, dem Tode hingerichtet, zynisch, sarkastisch, auslachend und vernichtend. Diese graue Kraft lässt mich immer noch schalkend der Sinnlosigkeit frönen.

Ja, die Fratze kommt immer wieder mal noch ans Licht - keine guten Tage. Das ist dann wie ein unreifer Kampf. Und wann kommt dieser üble Geselle hervor, dieser Kellergeist? Wenn meine HS von viel Empathie erschöpft ist und dünne und mager wird. Dann traut sich dieser Halunk, dieser Punk meiner Seele hervor und ich muss schauen, dass die Kollateralschäden vertretbar bleiben.

Ich schrieb, dass dieser Geist noch eine Kraft sei - ja, aber er ist keine Macht mehr. Meine Macht ist mein Wesen, zu dem ich seit ein paar Jahren werde und mich verdichte, erstarkend, moderierend, die Balance haltend und die Geister bezwingend - diese Omega-Anteile meiner Person, welche doch dazu dienen, die Gruppe in mir zusammenzuhalten und wach zu bleiben über mir selbst, wach, so wach. Möge nun kommen, wer will.

Und ja, ich arbeite damit und lebe davon.

Herzlich
Jona Jakob

Nachwort: Meine HS ist wie ein feinstes Spinnwebengeflecht über sehr weite Teile Europas gestreckt, reisend, besuchend, zuhörend, lesend, sehend, hingehend und wenn zuhause, dann feinstofflich fühlend über tausende von Kilometern und hunderte von Fürstentümern.

02.02.2010

Mensch im Netz - von Sylvia Amstadt

.
Er meint,

er trägt
Siebenmeilenstiefel
und fühlt sich wie ein Riese

auf seiner Reise durch die
modernste Spielwiese
aller Zeiten.

Er meint viel
in diesen unrealen
Reichweiten,

denn alles
geschieht hier
gleichzeitig.

Auf jeder Seite
will er sein,
und keine lässt ihn ruhen,

jede Seite schneit ihm
schleichend
die Wirklichkeit zu.

Zeitentzug und Unruhe
wurden nun
erfolgreich programmiert.

Und morgen schickt er noch
sein Hungergefühl
fort per Email.

Seine Zukunft?
Abgestürzt.

Copyright by Sylvia Amstadt