09.10.2021

Die spezielle Situation zu fragen: Bin ich hochbegabt?

Zum Thema Hochbegabung, speziell der spät entdeckten Hochbegabung als erwachsener Mensch, ist ein Moment ein immer wieder tragischer, egal auf welche Weise - nämlich der, wenn sich wer fragt oder gar fragen muss: Bin ich hochbegabt?

Die Frage scheint auf den ersten Blick klar und irgendwie nicht so sehr trickreich. Man testet vielleicht seinen IQ im Internet, man liest Bücher oder Website und erlebt eine innere Resonanz und was auch möglich ist: Jemand erkennt sich in den Problemen wieder, die er/sie/es mit den Mitmenschen hat, schlimmer schon, wenn in sich zersetzend mit sich selbst. Ok, man kann versuchen, sich eine Antwort zu geben. Die meisten Menschen schreiben sich aber nicht gerne große Lorbeeren zu, so sind wir alle nicht erzogen. Und wenn das auf den ersten Blick nie gleich sichtbar wird: Es geht höchst selten um dieses Mehr an Intelligenz oder Gabe, Fähigkeit oder Kunst. Man ist also nicht irgendwie "die schärfere Waffe". Also wabbert man da in einem undefinierten Nichtwissen rum und dreht sich im Kreis und es bleibt eher Unsicherheit zurück und die weiter bestehende Frage: "Was ist es dann?"


Warum aber fragt man nicht jemanden? Und da liegt die Krux:

Eigentlich kann nur ein Hochbegabter (m/w/d)
einen Hochbegabten 'sehen' bzw. erkennen. 

Das begründet sich darin, dass einem Normalo hierfür nicht die genügenden Mittel und Fähigkeiten gegeben sind. Es ist, wie wenn man mit zu kleinem Werkzeug an etwas heran will. Daher auch die verbleibende Ungläubigkeit bis Ablehnung, wenn einem die Hochbegabung von einem Normalo zugeschrieben wird, bloß weil die/der Indizes aus der Belesenheit kennt. Und darin liegt nun kein Vorwurf oder eine Aberkennung - aber als Person mit einer Prägung durch Hochbegabung "definiert" zu werden, also erkannt, verstanden, gesehen und angenommen, lassen wir Hochbegabte uns gefühlt nur von jemandem, die/der selber lebt, was da einem angezeigt und aus- bzw. zugesprochen wird. 

Von Seiten der ganz allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung spielt dabei auch die gebürtig angelegte erste Lebenserfahrung eine elementare Rolle: Ich bin nicht ok. Ist dieser Punkt nicht aufgelöst, kann noch manche/r daherreden, man sei irgendwie "besser" - so fühlt es sich aber nicht an. Und der Umstand, dass allenfalls "Sondermaßnahmen" angeordnet werden, macht die Situation für Betroffene nicht leichter annehmbar. 

Hierzu bedarf es der Klarheit, der Ruhe und Gelassenheit eines sattelfesten Gegenübers. Dann kann das Thema zugeführt und gemeinsam betrachtet werden. Die nächsten Schritte sind geschützt und die nicht selten paradox wirkenden neuen Fragen, die aufkommen, werden von erfahrenen Hochbegabten meist zum Guten geklärt und beantwortet - zuletzt ist es kein Zauberwerk, sondern Kompetenz in einem Feld der Widersprüche. 

Herzlich
Jona Jakob, Aschaffenburg
Hochbegabtencoach CCC©

11.09.2021

10 Jahre LILU Frankfurt - 10 Jahre Hochbegabung

Mit dem 11.09.2021 sind es exakt 10 Jahre, dass ich Elke kennen lernte, dass wir Hochbegabte uns ein letztes Mal in Frankfurt trafen, dass ich kurz darauf zu Elke nach Neu-Isenburg zog und ein neues, mein vorerst letztes Kapitel Lebenszeit begann. Heute, den 11.09.2021 schließe ich mit dieser Zeit in meinem Leben ab, es beginnt eine neue. 

Es gäbe aus dieser Zeit viel zu berichten, doch mir ist nicht danach. Es war, was es war. Und es war eine wunderschöne Zeit mit Elke an der Seite. Nun schaue ich weiter, was sie mich in dieser Zeit alles lehrte, es muss reichen, in diesem Land auch alleine dastehen und bleiben zu können. Dass nun plötzlich der Mensch fehlt, mit dem ich ins Alter wollte, das konnte niemand vorhersehen. 

In diesen Tagen meldete sich B.M. aus Frankfurt. Ebenso Ch.S. Beide Frauen sind wichtige Gesprächspartnerinnen, geliebte große Geister, differenzierte Betrachterinnen. Ich danke euch beiden für den stets gebliebenen Kontakt. 


Unter dem großen Baum feierten wir 2011 im Licht-und-Luft-Bad Frankfurt, dem LiLu.

Viele Hände halfen mir, den Anlass unter freiem Himmel auf die Beine zu stellen. Hier ist R.G. bei den Vorbereitungen dabei, den Ausgabetisch vorzubereiten. Wir hatten einen wunderbaren Tag vom Wetter her und es war auch von großem Glück, unter dem wunderbaren Baum im Schatten sitzen zu können. Was man deutlich erkennen kann, ich war noch 115 Kg schwer, heute sind es noch 90 Kg. Ich muss bei den Bildern selber grinsen. 

Das Li-Lu, sprich Licht-und-Luft-Bad Frankfurt, findet ihr im Stadtteil Niederrad, es liegt dort direkt am Mainufer und ist eine der schönsten Parkanlagen, die ich kenne. Gehen Sie hin, spazieren Sie, machen Sie ein Pick-Nick. Es hat ein kleines Sommerlokal, Toilette und viele verwunschene Spazierwege ... einfach traumhaft dort. 




Später kam die Hamburger Hafenbarkasse 'Holli' vorbei, ich kannte bereits ihren Skipper. 
Wir fuhren mit ihr bis hoch zu den Ruderclubs der Stadt Frankfurt. Eine wunderbare Gelegenheit für ein kleines Abenteuer, einen Schwatz und eine von mir immer geliebten Bootsfahrt. Mit so etwas kann man den  'Bub' ja richtig glücklich machen. 


Auch wenn sich diese enorme Gewitterzelle anzeigte, es wurde nichts daraus, das Wetter hielt.


Ich trage Frankfurt wie eine Heimat in meinem Herzen. Woher und warum, das kann ich euch noch heute nicht erklären. Ich möchte mich daher an dieser Stelle für die zahlreichen Kontakte und Begegnungen in dieser Stadt bedanken. Heute lebe ich in Aschaffenburg und fand auch hier wunderbare Menschen und Freundschaften. Und was nun mein nächstes, neues Lebenskapitel mich widerfahren lässt, das können wir heute, am meinem 59. Geburtstag nicht wissen. 


Zum damaligen Geburtstag erhielt ich ein Geschenk besonderer Natur, eine eiserne Schale für meinen täglichen Hosentaschenklimbim. Das sind Dinge, die mich täglich an jenen Menschen erinnern, an die Hingabe, die Freundschaft, das Teilen und das Nicht-Vergessen. Das Bild daneben ist vom September 2021. Na, fällt euch etwas auf?


           
                                                         2011                                                              2021

In diesen vergangenen 10 Jahren mag vieles auch mal nicht gehalten haben, misslungen sein oder es zerbrach sogar. Es gab die Stationen Mörfelden-Walldorf, Seligenstadt, Frankfurt-Niederrad, Neu-Isenburg und last but not least Aschaffenburg. Liebe Menschen, Freunde, Kontakte, verzeiht. Wo immer ihr lebt und seid, alles ist gut, ich trage euch alle in meinem Herzen. Ich hoffe, ihr habt ein gutes Leben und findet vielleicht diese Zeilen mit einem Lächeln. 


#Hochbegabung

Das Thema der Hochbegabung und hohen Sensibilität lebt weiter. Es ist viel entstanden, Gutes und Aktives. Nach all den Jahren bin ich mit Lilli Cremer-Altgeld per Du, wir sind im Dialog. Und nun, im neuen Lebenskapitel will ich wieder hin zu dem Thema: Mit dem Tod von Elke im Oktober 2020 erkannte ich, dass es da ein enormes Kapitel gibt, welches noch nicht geschrieben ist: Hochbegabung im Alter. Die oft solistische Lebensweise, die verbreitete Kinderlosigkeit, die häufige Distanz zur Geburtsfamilie, das Netzwerk der Lebensfamilie ... das zeigt sich neu, wenn man alleine ist, wenn man erkrankt oder unter andere Alternde gelangt. Da gibt es enorm viele Brennpunkte und ich werde sie gerne mit euch betrachten. 

Lasst uns wieder zusammenfinden, bleibt im Kontakt, auch wenn es eine kleine XING-Nachricht ist, ein Update von Telefonnummern oder eMailadressen. Trefft euch, wenn ihr die Gelegenheit habt. Verliert euch nicht, bloß weil der komplexe Alltag euch aufsaugt. Wir können unsere Prägungen nicht abstreifen, wir werden noch vor dem letzten Atemzug das Bedürfnis haben, in unserer Komplexität verstanden zu werden. Hierfür brauchen wir ganz besonders uns alle, die wir damit berührt sind. 

Ich wünsche euch eine gute nächste Zeit. Mich findet ihr in Aschaffenburg oder per jj(at)jonajakob.com. Auch hier in AB, ich habe immer Platz und fast stets Zeit, seid herzlich willkommen in dem schönen Ort. Die Türe steht offen. Liebgruß an euch alle und meinen großen Dank. 

11.9.2021

Jona Jakob
Geburtstagskind


01.09.2021

Ufer, die begrenzen ...

Zitat von Bertold Brecht




27.08.2021

Unsere Aufgabe / Text von Friedrich Nietzsche

Jenes verborgene und herrische Etwas, für das wir lange keinen Namen haben, bis es sich endlich als unsere Aufgabe erweist - dieser Tyrann in uns nimmt eine schreckliche Wiedervergeltung für jeden Versuch, den wir machen, ihm auszuweichen oder zu entschlüpfen, für jede vorzeitige Bescheidung, für jede Gleichsetzung mit solchen, zu denen wir nicht gehören, für jede noch so achtbare Tätigkeit, falls sie uns von unserer Hauptsache ablenkt - ja, für jede Tugend selbst, welche uns gegen die Härte der eigensten Verantwortlichkeit schützen möchte. 




Krankheit ist jedes Mal die Antwort, wenn wir an unserem Recht auf unsere Aufgabe zweifeln wollen, wenn wir anfangen, es uns irgendworin leichter zu machen. Sonderbar und furchtbar zugleich. Unsere Erleichterungen sind es, die wir am härtesten büßen müssen. Und wollen wir hinterdrein zur Gesundheit zurück, so bleibt uns keine Wahl: wir müssen uns schwerer belasten, als wir je vorher belastet waren. 

Zitat von Friedrich Nietzsche. 

25.08.2021

Nächster Lebensabschnitt

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Nach Monaten des Entrissenseins im Leben kann und mag ich wieder zurück sein und mich meinen Dingen widmen. Der Tod meiner Frau erzeugte noch manches starkes Nachbeben, doch nun lichtet es sich und eine Sache ist mir in diesen Tage eine wichtige Freude: Ich darf und kann mich wieder ganz der Coachingthematik und der Hochbegabung/Hochsensibilität widmen. In meiner Krise gab es eine Zahl an Beobachtungen die Hochbegabung betreffend, die ich auf jeden Fall niederschreiben will. Auch betreffend die Sensibilität kann Erlebtes vielleicht Inputs liefern.



Bild: JJ, 2018

Ich lebe und arbeite weiter in Aschaffenburg bei Frankfurt. Auch sind meine HB-Kontakte in der Schweiz weiter intakt. Ihr findet mich noch bei Facebook und Twitter, wo ich meine alten Akkounts gelöscht hatte. Die sind neu erstellt, ich freue mich auf neue oder reaktivierte Verknüpfungen. 

Nun hoffe ich, euch/Ihnen geht es gut, die Gesundheit trägt wohlauf und die gesellschaftlichen Nöte sind handhabbar. 

Ich grüße Sie herzlich
Jona Jakob

Coaching Aschaffenburg
Jona Jakob
Erthalstr. 1A
63739 Aschaffenburg
Tel. 06021 36 24 36 7
Mob 0174 315 72 11

info(at)coaching-aschaffenburg.de


18.01.2021

Portbou, vielleicht ...

Dieser eine Satz drückt aus, wo ich wäre, wenn ich sein würde, wie ich bin. - Jona Jakob

 

16.08.2020

Selbstorientierung: Die eigene Fassbarkeit im Raum

Sechs Monate Coronakrise, im Februar fing es an. Ich lege für mich noch eine Shippe drauf, meine Liebste erkrankt unsäglich und fällt daher in ihrem eigenen Unternehmen aus. Ich darf nicht mehr Coachen wegen Corona. Ich übernehme die Geschäftführung im Unternehmen, welches mir sehr fremd ist. Zu schauen ist noch zum Hund 'Phibi', zur Haushaltung, zum Geld, zu allen Autofahrten für meine Frau, das Spital, die Hausärztin, die Apotheken bzw. Medikamente und unsere Haushaltung will insgesamt gemacht sein - all in. 

Als Themenlesende beachten Sie, dass ich in meinen  Beiträgen immer wieder Zeiten / Dauer von Prozessen angebe, um zu vermitteln, wie lange das bei mir gedauert hat. Lange Prozesse sind schwerer vermittelbar. Hier sind es nun sechs Monate bzw. das halbe Jahr. Nun kann ich auch schreiben.

Was mir in diesen Monaten für die Bezüge zur Hochbegabung und zur Hochsensibilität erkennbar wurde, sind folgende Punkte: 

  • die Wichtigkeit, sich selbst mit hoher Kompetenz zu kennen
  • die Notwendige Fähigkeit zur Navigation
  • die inhärente Genialität der Prägungen durch Hochbegabung und Hochsensibilität als Stärken
  • das Vermögen, sich orten zu können und sich dabei nicht alleine zu fühlen oder zu vereinsamen
Um diese Themen geht es in dem Blogbeitrag. 


Wenn man mich in diesen Tagen gefragt hätte, ob ich bei HB/HS einen Einfluss durch Corona entdeckt hätte, dann wäre meine Antwort: 
JJ: Durchaus, wenn man das subjektiv oder durch Resonanz betrachtet verstehen kann: Ich glaube, für viele mir bekannte Personen mit HB und/oder HS entstand in der Krise durch die lange Dauer und weitere Beständigkeit - in einem Bild beschrieben - ein TRUDELN IM RAUM.

Als hätten die vielen Raumgleiter einen Schlag erhalten und wären damit von ihren Flugbahnen abgekommen, für eine Weile jede Orientierung verlierend, etwas weniger steuerbar, keine Koordinaten mehr gültig, da sich der Raum krümmte. 

Als Hauptursache nenne ich eine massive Vergrößerung der Differenz des gegenseitigen Verstehens von HBlerInnen und den Normalos. Erste Reaktion im Umfeld: Sicherheit! Maslow 2. Dann Klopapier: Maslow 1. Diese Notreaktion, auf die Knie zu gehen und alles stehen und fallen zu lassen und nur noch die eigene Haut zu retten, war da und wird nun als Einschränkung empfunden, da mit der Zeit zusätzlich unter Androhung von Strafe aufgezwungen. 

Wenn das passiert, reagieren die Dinosaurier in uns - ein Verstehen für Hochbegabte und Hochsensible gibt es da erst einmal mehr nicht. Die Toleranz schwindet auf Null. Faustrechtmässiges Panikschieben ist die Sprache des Alltages - nicht Intelligenz, nicht Fühlen. 

Und dann kommt dazu die Berührungslosigkeit. Es fehlt an Umarmungen, Hugs, Streichlern, Küssen, Drücken, Spüren, Sicherheit, Nähe und liebevoller Intimität. Es ist, als wäre uns die Luft im Raum entzogen worden und man würde sowas wie ersticken. 

In der mir eigenen Form von HB und HS lebe ich seit ca. 6 Jahren in einem persönlichen Koordinatensystem, einer Art Radar, welches nicht im Außen angelegt ist, da mir das dortige, vorhandene System gute Stärken für Normalos ausweist und daher viel Präsenz und Glaubwürdigkeit erfährt, sozusagen das für "offiziell" genannte System. Nein, seit Jahren führe ich in mir unter dem Label 'GANZ VORNE ALLEINE SEGELN (c) Jona Jakob' mein eigenes Werte- und Datensystem, welches in seiner Technik den Austausch mit dem offiziellen System dahin nutzt, sich laufend abmessen zu können, einem Sonar gleich. Ob ich nun ein U-Boot bin, mein vor 10 Jahren berühmtes "PLING", oder ob ich ein Raumsegler bin, im Dunkel und in den Weiten des Raums, ist egal. Durch dauerndes Checken kann ich jedoch meine Werte leben und performen, gemessen an den "offiziellen" Werten ... etwa 'so' muss man sich das vorstellen. Ich begegne hier niemandem, oder nur partiell und höchst selten. Diese Form, eine Art Avant'Garde als Leistung, als Arbeit und Werk, als das, was ich in der Welt tue, ob für mich oder für andere oder einfach nur für ein neutrales offenes Angebot (open source), das ist als hochbegabter Hochsensibler MEINE AUFGABE. Ich segle, wo kein anderes Schiff segelt, ... in der Regel. Und ja, darin bin ich alleine. 

Wenn nun aber mein Referenzsystem, das als solches in der Gesellschaft, im Außen, für "gültig" angenommen wird, sich selber verzerrt, auslaugt, staucht oder sonst wie sich krümmt und verzerrt - wegen z.B. dieser Coronakrise - dann ist das wie ein Unterwasser'Erdbeben und ich kann meinen Daten also nicht mehr trauen, die ich laufend errechne / checke. Ich bin auf ein zuverlässiges Sonar oder Scann angewiesen, sonst muss ich zurück ins offizielle System - dort kann ich aber meine HB nicht leben, was mir nach ca. 3 Monaten dann gesundheitlich nicht mehr gut tut. 

Ich bin nun also sechs Monate mit diesen Schockeinschlägen, Notgriffen, internen und externen Reaktionen, Verlusten, Nöten, Zeiten und Dauern im TRUDELN gewesen. Meine schlimmste Not dabei: Angst, meine HB-Welt verlieren zu müssen (was dann nicht einkehrte) und die gefühlte Erbärmlichkeit, in der Dominanz panischer Normalos komplett unverstanden zu vereinsamen. 

Meine Hochsensibilität litt in der Zeit fürchterlich, meine Krisen in diesem Punkt waren eindeutig. Und vielleicht kann man bisweilen nur sagen: gottlob schreitet wenigstens die Zeit voran und ändert damit laufend Dinge. So langsam finde ich mich in meinen neuen Rollen wieder, ob als Ehemann und tiefst Vertrauter, als Haushaltender, als frischer Unternehmer und auch wieder als Coach. Mein Raumschiff macht wieder auf solche Weise Fahrt, dass ich ab und zu von der Brücke kann. 

Vielleicht ist es diese Erfahrung, dich mich subjektiv empfinden lässt, da draußen trudeln nun noch andere gescheite und sensible Schiffe und suchen nach Orientierung. Und so werde ich versuchen, ob wir uns in einer verantwortbaren Form von Begegnung wo mitten können. Nur so, für einander da sein, spüren, dass man nicht ohne die anderen ist. 

Die Krise bietet uns allen noch lange keine fixen Koordinaten. Aber für ein erträgliches Floaten scheint es mir jedenfalls möglich, mich klar zu machen. 

Floating in Space https://www.youtube.com/watch?v=coLWDAJXM8Q ... ich bin gerne mit solcher Musik unterwegs. Unterwegs in meinem Wahrgenommenen. Willkommen. 


Ich würde einen Anlass hier, bei Facebook und in XING publizieren. 

Und ich würde als Gruß an euch senden: Meines Erachtens kann sich niemand von uns verrückt machen lassen - das genau ist eine unserer Stärken. Hochbegabte sind Chancendenkerinnen und Chancendenker. (Quelle: AH/JJ)


Jona Jakob, Aschaffenburg

26.12.2019

Hochbegabung und Coaching - Zum Jahreswechsel die besten Wünsche

Sehr geehrte Hochbegabte und Hochsensible

Ich hoffe, Sie fanden für sich einen guten Abschluss des Jahres 2019, feiern mit Ihren Liebsten Weihnachten und freuen sich auf den Beginn des neuen Jahres.

Selber hatte ich ein Jahr unter viel Druck, da ich in einer Managementaufgabe beauftragt war. Zusammen mit den Coachings und privat, dass wir heirateten, das hat 2019 ausgemacht. Nun ist alles in trockenen Tüchern, uns geht es gut.

Mein persönliches Erleben meint, dass dem Thema der Hochbegabung als Erwachsener nicht mehr die einstige Aufmerksamkeit geschenkt wird, aber das bleibt subjektiv. Ich würde sagen: der Hype ist vorüber. Doch als Fakt kann dem nicht sein, denn all die Kinder werden ja junge Erwachsene und auch reife Figuren, die mit über 35 Jahren und ihrer ganz persönlichen Prägung, ob nun HB oder HS, in der Welt und deren zum Teil befremdlichen Entwicklungen sich finden und einfügen müssen. Zu oft hakt es an allen Ecken und Enden und der neue Wettbewerb durchs 'Optimieren' ruft nach Bestand und (monetärer) Entwicklung.

Kurz gesagt: Auch dieses Jahr waren letztendlich über 20 Coachees im Erwachsenenalter bei mir im Coaching und klärten die Widersprüche, die Perspektiven und die Stärken wie Schwächen ihres Daseins als Begabte und Sensible bzw. entwickelten ihr Konzept, draußen selbstbewusst und verantwortlich ihre Bedingungen zu verhandeln.

Etwas, was ich in den mehr als 10 Jahren nicht so schnell wahrhaben wollte: Beim Thema Hochbegabung kann man kaum darüber hinwegsehen, dass weitere bzw. zusätzliche Themen immer wieder präsent sind und beachtet werden wollen:

  • ADHS
  • Asperger
  • Mutismus
  • Introversion
  • Hochsensibilität
  • Narzissmus
  • Persönlichkeitsstörung
  • Verwahrlosung
  • Erschöpfung 
  • Depression
  • Suizid
  • Linkshänder
  • Synästhesie
  • Einsamkeit
  • Unverstandenheit
  • etc. 
Was mir Freude macht: Es gibt so viele gute und diversifizierte Angebote und die sind auch geografisch schön verteilt und erreichbar. Liebe Grüße an alle, die sich beruflich hierfür anbieten und ebenso therapieren oder coachen, fördern und unterstützen. 

Die Autobahnvignette 2020 für die Schweiz ist bereits erstanden.

Da ich mich vor vier Jahren entschieden habe, meinen Schwerpunkt auf 'Hochbegabung in Management und Organisation', also Wirksamkeit im Beruf oder der Anstellung / Funktion / Stelle bzw. Hochbegabten Management, zu legen, erreichen mich neben eindeutigen Hochbegabten eine hohe Zahl von Klientinnen und Klienten, welche sich nicht als Hochbegabte verstehen. Dies kommt, weil sie keine HB-typischen Probleme im Arbeitsumfeld aufgrund ihrer hohen Intelligenz erleben - es fällt bei diesen Menschen per Zufall nicht auf. Sie empfinden eher in sich oder mit sich Schwierigkeiten, ringen um Anerkennung, spüren die Ablehnung, wissen nicht wohin mit ihren Ideen und müssen nicht zu selten erkennen, dass die "Chefposition", also Führungsaufgaben, von ödem Zeug gesäumt sind, welches sie gar nicht interessiert, Effekte des Peterssyndrom schlagen zu. Nicht dass sie selber nicht fähig wären, sonst wären sie ja nicht Chef geworden, sondern dass sie z.B. Tand und Repräsentanz einfach nicht interessiert, sie würden lieber Projekte ausrollen. Besonders schwer haben es die Frauen, da sie ohnehin schon mehr Aufwand betreiben müssen, die Gehör und gerechte Anerkennung zu erfahren. Seit dieser Zeit sammle und entwickle ich Gesprächsinhalte, die sich auf die Situation fokussieren, wo man als Regattaboot einsam an der Spitze liegt - das Programm nennt sich "Ganz vorne alleine segeln" (c)

Ebenso freue ich mich, hier schreiben zu dürfen, dass ich dieses Jahr mehr HB-Umsatz in Deutschland generiert habe, als in der Schweiz. Das mag Zufall sein, aber zumindest in Deutschland ist das eine erfreuliche Akzeptanz meines Angebotes im Umkreis von ca. 400 Km. Und ja, es gelten hier in Deutschland andere Gesetzmäßigkeiten, anderer Umgang, andere Punkte, die für die Menschen hier heikel und brisant sind. 

In 2020 wird mein Coachingangebot fortentwickeln. Ich habe mich nach über vier Jahren für einen Coachingverband entschieden und möchte diesem beitreten. Ich genieße hier in DE eine Ausbildung als Systemisch Integraler Coach DBVC. Ebenso bin ich in der Coaching Datenbank gelistet, die über die Coaching Serviceagentur RAUEN mit dem DBVC verbunden ist - hier der Link zum Profil: https://www.coach-datenbank.de/coach/jona-jakob.html . Diese beiden Voraussetzungen bewegen mich nun dazu, meinen Antrag an den Deutschen Bundesverband Coaching zu stellen.

Ebenso lasse ich eine Ausbildung entstehen, was für mich ein hochsensibler Prozess ist. Ich gestatte mir, das Projekt in der Ruhe und Weile gedeihen zu lassen, die ich mir selber geben mag und ich diese gefühlt "brauche". Es kann daher dauern, bis ich ins Angebot gehe. Was jedoch für Coaches (m/w/d) schon heute denkbar wäre: Mich als Mentor für den unternehmerischen Teil einer Coachingselbständigkeit anzufragen. Coach werden ist eine Sache - aber das Geschäft auf Fahrt zu bringen, das scheint mir nicht geringer aufwändig. Fragen Sie gerne an.

Auf jeden Fall freue ich mich auf 2020, weil das Thema Coaching und die Arbeit daran wieder mehr Raum, Platz und Zuwendung erfahren wird.

Ich coache
Ich unterstütze im Auftrag
Ich entwickle zu Zeit

Abschließend wünsche ich Ihnen nun einen guten Start ins Neue Jahr 2020 - ich bin sicher, es wird ein tolles Jahr, schon alleine die Jahreszahl motiviert mich. Danke allen für die enorme Unterstützung und last but not least gratuliere ich allen Leserinnen und Lesern, wenn sie von sich sagen mögen: Ich lebe gut und gerne.

Mit herzlichen Grüßen aus Aschaffenburg

Jona Jakob

Hinweis: Ich werde weiterhin in der Schweiz, in Zürich und Bern, coachen. 


27.09.2019

Dass zwei Brainies heiraten ...

Es mag sein, dass es mich selber am meisten erstaunt. Aber vielleicht ist es für jemanden doch von Interesse: Elke und ich, beide durch die Merkmale einer Hochbegabung geprägt (wenn auch sehr unterschiedlich in der Ausprägung), haben geheiratet.

Es lässt sich auch bei uns nicht abstreiten: Fürsorgerechte, Erbinteressen, Verantwortungsklarstellung, etc. sind Gründe, wieso wir im Alter 50+ noch geheiratet haben.

Bei uns gibt es aber seit acht Jahren in unseren Wesen tiefe Bezüge, ein verankertes Verstehen und sich ergänzen, Zuversicht von Anfang an und eben gefühlt eine grundlegende Liebe zueinander und füreinander.



Unsere Vorgeschichten, die zeitlich vor dem Bekanntwerden des Themas 'Hochbegabung bei Erwachsenen' liegen, sind beide gekennzeichnet durch tiefste Rückschläge, Aberkennung, Wegweisen und viel gesellschaftlichem Unverständnis. Beide haben wir erste Ehen hinter uns, die nicht gut endeten, beide haben wir viel materielle Substanz als Verlust zurücklassen müssen, beide mussten wir mitten im Leben neu anfangen.

Die Anfänge hatte ein jeder für sich gerade frisch getan - da kannten wir uns noch nicht. Einen ersten Kontakt fanden wir über Skype - unser Gespräch dauerte über drei Stunden. Zwei Tage später ging ich abends nicht mehr zu mir nach Hause. Ich blieb.

Heute, acht Jahre später, leiten wir drei Geschäfte, haben über 15 Angestellte, arbeiten zwischen Frankfurt, Zürich und München und sind wieder 'etabliert'. Es mag komisch klingen, aber wir sind bis in den Tod versorgt. Gut bürgerlich und in aller Ordnung.

Was wir unternehmerisch noch zwei Mal erfahren mussten:
Uns langweilte ein Franchisegeber mit seinem Management und eine Marketingunion mit ihrem Management. Zur Zeit stellen wir uns gänzlich auf unabhängige Beine, alleine um uns von lahmen Köpfen, die uns noch bestimmen wollen, fern halten zu können. Denn wir haben nicht nur aufgeholt. Die Lebenskrisen haben uns zur rechten Zeit einen Schub verliehen, der uns 10 Jahre vor dem Ruhestand an die Spitze unserer Möglichkeiten, sprich Selbstverwirklichung, schob. Wo wir sind, ist für uns vorn. Wir gehen daher proaktiv der Digitalisierung und unserer Alters-Aufgabengestaltung entgegen. Wir gründeten wubss.de - Zukunft für Übermorger.

Obwohl beide in klassischen Berufsfeldern arbeiten, musste es diesen eigenen Spielraum geben - die lange Leine. Verdienst und damit Geld machen uns eine Menge möglich. Unterdessen sind es die Lächelnden von vor 10 Jahren, die uns hinterhergucken.

Original, ca. von 1980

Was wir tun: Wir leben unsere Stärken und Fähigkeiten ohne Rücksicht aus. Wir denken schnell, entscheiden, planen, setzen um und checken gleich, was wir davon hatten. Leerlauf: sofort weg. Ideales: sofort in Tagesroutine bringen. Wichtig: Die Selbstprüfung, täglich: Wo verhindert mein Wesen ein Gelingen? Wem gehe ich mit mir auf den Geist? Wen vergraule ich mit meiner Art? Wo gewinne ich, wenn ich so bin, wie ich bin.

Vor 10 Jahren, als bei XING alles begann zum Thema Hochbegabung, war noch alles anders. Heute mag ich mein Dasein und meine Möglichkeiten. Und ich möchte die Dinge, wie ich sie oben zeige nicht als Protzen verstanden haben. Was ich möchte ist: Habt weiterhin Mut und Kraft, versucht und sucht euren Weg. Gebt nicht mit 30 auf, was mit 50 blühen kann. Befreit euch von Konventionen und Korsagen, die rauben einem die Luft.

Ich hoffe sehr, euch geht es allen gut und ihr könnt auch vom Glück schreiben. Wer gerade zweifelt, was um ihn/sie herum geschieht, dem/der wünsche ich Zuversicht. Die Beziehungsthematik ist unter Begabten und Sensiblen immer wieder ein Thema, was viele bewegt - oder damals jedenfalls bewegt hat. Elke und ich haben es zur Zeit bis in ein etabliertes Leben geschafft, uns ist es möglich geworden.

Lieben Dank und Gruss

Jona Jakob, Aschaffenburg

06.09.2019

Hochsensibiliät in der Rolle als Unternehmer/In

Diesen Beitrag verfasse ich als Selbstbericht und als Hochbegabter, der einen enormen Anteil Hochsensibilität in sich vereinbart. Und auch als Mensch, der über seine Dienstleistungen in den letzten Jahren mehr und mehr Unternehmer wurde.


Hallo zusammen

In den letzen Jahren wurde ich mehr und mehr Unternehmer. Das Coachingangebot erhält eine Ausbildung, die Ausbildung erhält eine Infrastruktur, neben dem Coaching kommt Verkaufen ins Spiel. - In der selben Zeit wurde ich sowohl Mitglied einer Geschäftsleitung für 20 Angestellte und Gründer einer Serviceagentur für Unternehmercoaching, welche die Inhaber von Unternehmen im Fokus hat.

Diese letzten Jahre sind nicht viel anders, als wie wenn man ein IKEA-Regal zuhause auspackt. Neben den neu erscheinenden Brettern, Planken, Fächern und Kleinmaterialien, die noch zusammenzubauen sind, fällt eine Menge Karton und Einwickelpapier an und muss entsorgt werden. Neues tritt in den Vordergrund, doch viel "Verpackung" ist auch und muss fort.

Die beiden zentralen Prozesse während des Wandels,
  • das Hervorbringen des Neuen und 
  • das Wegfallen der nicht weiter nutzbaren Verpackung,
erzeugen in mir quantitativ wie qualitativ enorme Gefühlsanstrengungen, mehr als es mir lieb ist bzw. ich zu verkraften vermag.


Klarheit und Distanz am Arbeitsplatz hilft mir, Ruhe  und Struktur zu wahren. - Jona Jakob, 2019.


Das Abfallen

Wenn man sich entwickelt, egal wobei, wird man nicht umhinkommen, vormalig Angelegtes abstreifen zu müssen. Das Alte muss weg. Ist Naturgesetz, kommt man nicht darum herum. 
  • Man verlässt Orte, Räume, Lebensformen
  • Man verliert Menschen 'just so' ...
  • Man verliert Menschen aufgrund der Veränderung, z.B. Distanzen
  • Man verliert Menschen aufgrund aufzulösender Bindungen wie z.B. Verträge
  • Man verliert Menschen, die einem nicht mehr folgen mögen
  • Man verliert Menschen, weil man sich nicht mehr wie früher kümmert
  • Man verliert Menschen, die ablehnen, was man anstrebt
  • Man verliert Menschen, mit denen man sich nicht mehr auszutauschen weiß
  • Man verliert Menschen, mit denen man plötzlich im harten Wettbewerb steht
  • Man verliert Menschen, mit denen man nicht mehr das selbe Leben teilt

Man könnte nun sagen, das muss doch nicht sein. Doch, es "ist so", die eine oder andere Erscheinung lässt sich nicht verhindern, ist man ja in einer Beziehung nicht alleine, sondern auch auf der anderen Seite gibt es Bewegung, Entwicklung und Änderung. So gut wie ich jemanden verlieren kann, gehe ich jemand anderem verloren. Unterdessen gibt es den Verlust durch den Tod, wo du am hilflosesten zurückbleibst und weiter ohne diese gestorbenen Menschen lebst. Mein Vater starb, Stephan und Renate ... alles Herzmenschen, die in den letzten Jahren abhanden kamen und mich selbst dabei anzählen. 


Das Aufbauen

Entwicklung ist ein Prozess, der in den meisten Fällen gesucht und gewollt ist. Wenn man scheitert, prozessiert man vielleicht eher ungewollt. Aber sonst sucht man sich Ziele und neue Formen, Weiterentwicklung und Aufstieg aus und will das erreichen, wie wenn man einen Berg besteigen will.
  • Man evaluiert mit Hochspannung und Neugier
  • Man bereitet Vereinbarungen vor und taktiert
  • Man lernt Neues kennen - auch neue Menschen
  • Man erahnt bereits die Veränderung und wie es dann sein wird
  • Man sieht das Neue vor sich und spürt Demut vor Glück
  • Man taumelt getrieben umher zwischen Können, Glück, Schicksal und Plan
  • Man wartet und wartet und wartet und wartet und wartet ... tausend Dinge sind abzuwarten
  • Man macht etwas fest - getting things done
  • Man ist nun .... aufsmal ist man angekommen
  • Man sollte schweigen, den Mund halten, stille sein, nicht gleich kund tun
  • Man gewinnt, siegt, hat den Erfolg für sich, steigt auf, nimmt ein, realisiert 
  • Man koppelt sich ab, steht neu da
  • Und man hat wenig zu feiern, ob wohl doch, aber bitte nicht zu sehr anzeigen
  • Man schweig und schweigt und schweigt und schweigt und schweigt ... 

Zwischen Warten, Schweigen, Abfallen und Zugehen bzw. Entstehen entsteht ein ganz spezieller Mix an Strängen, die alle am Gerüst meiner Gefühle zerren - oder eher noch: Die das Mass meiner verkraftbaren Gefühle zum Überlaufen bringen. Ich bin dann wie unter Hochdruck und hätte gerne ein Ventil, um Druck abzulassen. Zudem deckelt mich dieser Druck, ich kann also Gefühle nicht ganz ausleben, werde am Limit coupiert. Du fürchtest dich, du leidest, du bist von Schmerz verzehrt. Manchmal von Wut, Aggression, Kraft und Mobilisierung. Dann schütteln dich die warmen Momente, Menschliches, Schicksal und Ohnmacht. Ängste schleichen umher, Befürchtungen, angespanntes Abwarten. Die Freude bricht durch, die Teilfreude, Etappensiege, nächste Schritte, endlich geht es voran. Dir wird geholfen, du realisierst deine Träume, es gibt Grund zum Feiern - aber du feierst nicht. Und in all dem bist du selbst mit deinen Glaubenssätzen, deinem Zweifel, dem vielen Denken - und fühlst. Was ich alles fühle, ist mir dann sehr oft und unkontrollierbar zu viel. Mein Wesen dissoziiert zum Schutz seiner selbst - koppelt sich ab. 

Ich fühle das alles. Über Jahre. Und gerade in diesen Monaten und Wochen, in denen ich jetzt schreibe, ist die Fülle an Gefühlen wieder einmal größer als ich es gut ertragen kann und gerne nutze. Im Moment ist enorm viel im Einzelnen und ein schier Unnachvollziehbares, was das Ganze betrifft.

Und so mag meine Begabung mir viel Leben bescheren, doch manchmal "scheitert" sie nicht zu gering am Gefühlskuddelmuddel, heute so sehr gezähmt oder dann eben nicht rausgelassen, so dass es in mir tobt und ich sonst so "normal" wirke. Das ist der Spagat der Anspannung pur.

Nächste Wochen heiraten Elke und ich - und ich hoffe, ich darf mich danach wieder beruhigen. Als Unternehmer ist noch genug Wandel, der mich mehr schüttelt, als nur rührt. :-)

Herzliche Grüße
Jona Jakob




20.08.2019

Es ist gerade eine der besten Zeiten für Hochbegabte

Es bleibt eine persönliche Wahrnehmung und Einschätzung der Lage, aber ich würde behaupten, es sei gerade eine der besten Zeiten für Hochbegabte, in Studium, Wirtschaft und Arbeit sich erfolgreich zu behaupten.

Da ich mehr erfolgreiche als "hängende" Hochbegabte kenne, es mögen um die dreihundert Menschen aus Coachings sein, setzte ich der Thematik der Hochbegabung einen Hut auf:

In der Art und Weise, wie ich davon betroffene Menschen sehe und sie in meinen Worten einbinde, wenn ich wem anderes von der Thematik erzähle (und das ist eher entscheidend), werde ich solche nicht mehr als Hochbegabte bezeichnen. Ich werde sie eher als Intelligente oder Smarte benennen, die allenfalls durch Aspekte einer Hochbegabung behaftet sind. Ich degradiere den mE momentanen Umgang mit dem Thema eines höheren Intelligenzgrades.

Das mag provozieren, aber das ist mir an der Stelle egal. Das letzte Aktuelle, was ich zum Thema HB zu lesen bekam, war alles so verfasst, als würden HB-Menschen nicht ausm Saft kommen. Vielleicht mag das auch für einige so sein. Doch nicht aus dem Saft zu kommen, ist nicht einzig Hochbegabten überlassen, davon gibt es weitaus mehr Menschen, als nur Begabte oder Sensible. Ja, die beiden betonen das besonders rührend - aber an der Stelle bin ich weg.

Von wem ich schreibe und mit wem ich lebend nun seit über 10 Jahren im Kontakt stehe, dass sind die Machenden, Wirkenden, Schreibenden, Gestaltenden. Und über diese eher kleine Gruppe sich selber tragenden Hochbegabten, gibt es für mich eine viel größere Gruppe von Menschen, die sich nicht als 'hochbegabt' beschreiben noch bezeichnen würden - sie stehen sehr emanzipiert mit hoher Intelligenz in und an der Spitze der Gesellschaft und möchte einfach nur weiterkommen. Gewisse Aspekte (es sind dann nur Anteile), die dann dem Thema Hochbegabung näher kommen könnten, nehmen Sie als Erkenntnis gerne mit. Aber ansonsten wollen die sich nicht um "diesen Saft" kümmern noch sich drin suhlen. Sie wollen ihrer Arbeit und ihren Aufgaben nachgehen - in aller Nüchternheit.

Für diese Leistungsträgerinnen und Leistungsträger, für diese meist publizierten Innovatoren, für diese machenden Menschen, für die ist die aktuelle Zeit mE eine ideale. Was dazu zusätzlich zu sagen ist: Meine Voraussage lautet dahin: Diese Zeit wird 20 - 40 Jahre andauern, ohne ihr ein Ende zuzuschreiben, denn bis dahin bin ich tot. Aber diese Dauer, die 1-2 Generationen darzustellen vermag, wird in meinem, eurem und dem hochbegabter Kinder, einschießlich noch Ungeborener herausstellen, wer etwas mit dieser idealen Zeit anzufangen wusste - und wer, wie in der Schule, sitzen bleibt.

Der abgelutschte Satz vom "PS auf die Straße bringen" - Jetzt ist der Moment, wo das möglich sein sollte. Und erzählen Sie mir nicht, Sie würden es nicht schaffen, denn dann liegt es bei Ihnen.


Aspekte


Tempo:
Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, sein eigenes, hohes Tempo auszuleben und Projekte anzuschieben und zu starten. Der Lutschbegriff "StartUp" macht das - gerne durch Raketen symbolisiert - deutlich.

Inserat in DER SPIEGEL - 1997!

Komplexität - VUCA:
Wir sind längst in ganzen Märkten und Branchen dort angekommen, wo höchst komplexe Wissensgebiete hochgerechnet und mehrdimensional verknüpft werden. Es sollen Roboter KI dazu nutzen, uns am Herzen zu operieren - um nur ein Beispiel zu geben: Roboter / KI / Medizin - drei Kosmen von Wissen ... und die werden nun verknüpft.

Agilität:
Unter dem hohen, der einem Big Bang gleichkommenden Entwicklung der Forschung (Knall und Ausdehnung),  Druck der ausführenden / standardisierenden / produzierenden Industrie wird überall panisch nach Agilität gerungen. Fuzzy-Logik für Normalos. Sorry, die können nicht - nicht wirklich. Die machen sich was vor - aber für Hochbegabte müsste es nun das Paradies sein, für alle intellektuellen Major Toms, deren erfahrenes Pilotieren im unbekannten Raum gefragt ist.

Disruption:
Noch geiler - all die Umbrüche. Nichts zählt mehr. Der entscheidende Satz stammt aus dem Silikon Valley und lautet: "Die neuen Märkte liegen dort, wo noch keine Gesetze verfasst sind." Das ist wie vor 500 oder 600 Jahren die verrückte Seefahrerei: "Leckt uns, die Welt ist rund, wir segeln los und finden dann in Amerika "Indien"". Ein Erfolgsmodell von Scheitern. Noch nie war der Bruch, der Fail, das Scheitern so Thema von tausenden von Menschen. Auf Bühnen, in Büchern, aufm Campus - erzähl mir, was du gelernt hast meint schier wörtlich: Mit was genau bist du schon auf die Fresse gefallen. Ich trau dir nicht, du bist noch nie im Staub gelegen.

Weltuntergang im ökologischen Sinn:
Alle ökologischen Faktoren werden die Menschen in diesen Jahren massivst zwingen, umzudenken. In Umdenken ist das Wort Denken enthalten. Was, wenn nicht Denken, ist die Stärke Hochbegabter: auch das Schmecken neu denken, das Sehen neu denken, das Hören neu denken, das Erfassen neu denken, selbst das Denken neu denken. Einfach alles durchbrechen und es neu auflegen. An nichts festhalten. Das ist BigBang - mit voller Wucht in die Losgelöstheit des Fragmentaren. Oder wie vielleicht sonst jemand sagen würden: Zu ende rechnen, auch bei fehlenden Daten - dem Dazwischen.



Neue Technologien / künstliche Intelligenz / BigData:
Hier geschieht gerade das, wie wenn man ein Menthos-Bonbon in eine volle Cola-Flasche dropt: Alles rockt im Sinn von Rocket - Rakete. Es gibt bereits ganze Branchen, die aus der Sichtweise von BigData denkt. Facebook, Google, Cambridge Analytica, Cyber-War, E-Game-World - so schnell und so gewaltig können nicht einmal mehr Pilze schiessen - viellleicht würde Herr Hofmann sagen: Die heutige Zeit bedarf keines LSDs - sie ist bereits in ihrer Weise bewusstseinserweiternd.

Neue Berufswege / Internet / Influencer / Youtuber u.v.a.m:
Was sich die Jugend ausdenkt, um sich in der Welt breit zu machen und ihre Botschaften auszuströmen, da ist das coachend Mäandernde und das sokratisch Unbeantwortete. Hier ist Leben wie doof. An E-Game-Wettbewerben ist mehr Preisgeld vorhanden, als im Fussball.

Geld überhaupt:
Es ist mega-viel-mehr Geld im Umlauf und in den Töpfen, als es das je gab. Wenn ihr meint, ihr würdet dieses Geld nie erlangen, dann seit ihr nur in euren anerzogenen Köpfen zu klein denkend. Und Ängste, die hatte Columbus auch, oder Magelan. Ängste hatten zu jeder Zeit alle Generationen. Aber jetzt ist die Zeit der Begabten - es ist damit auch Zeit, den Betroffenheitsstatus von Bord mit einer Abfallkapsel ins All zu schleudern und Warp einzuschalten.

Und es ist nun die Zeit, wo fürs Geek-hafte Schlausein Geld vertraglich zu verhandeln ist. Sonst verdient es weiterhin dieser "Robäääärt".

Verstehen:
Es ist der Anteil Hochbegabung mit dem einem immer verbleibenden Anteil Normalo zu vereinbaren. Beide Teile müssen einer hohen Selbstkompetenz gleichkommen. Der Normaloanteil ist eure Schnittstelle zu Welt, zum Geld und zu den Konten. Der intellektuelle, gescheite oder fähige Teil eures Wesens, ist der Raum, in dem nun danach gefragt wird, ob ihr da fliegen könnt (siehe StarWars). Jedes allerteuerst verkauftes StartUp-Projekt ist hierfür Beweis.

Es gibt nichts zu klagen - es gibt nur zu tun. Ok, die Internetrate ... die bleibt ein Problem. Investiert dann in funktionierende Infrastruktur oder sucht Orte, wo es eine schnelle Infrastruktur gibt. Macht.

Blase und Blase:
Worauf ich speziell hinweisen möchte: Die mir erfolgreichen Hochbegabten würden dieses Thema nicht wirklich in den Mund nehmen. Lieber bleiben sie Vice-Director, Head of ..., Leiter Forschung & Entwicklung (alles m/w/d) ... sie sind intellektuell genug, ihr Schiff auf Fahrt zu halten - als sich mit dem Thema Hochbegabung aufzuhalten. Überwinden Sie das Thema - kommen Sie wieder davon weg. Bündeln und clustern Sie Ihre Stärken, formieren und disziplinieren Sie Ihr Normalo-Fundament, eine Form der Hygiene und dann sagen Sie uns, wer Sie sind und wovon Sie Ahnung haben, mit und ohne Fail. Als Bertarelli (Genf, Schweiz) die erste Alinghi-Yacht bauen liess, er war gerade mal 34 Jahre alt damals, wählte er für den Bau des Rumpfes genau jenen Schiffsbauer, dem vier Jahre zuvor beim letzten Americas Cup ein  Boot bei voller Fahrt in zwei Teile gebrochen ist und es in 2 Minuten abgesoffen war. Der wusste nun exakt, wie dick bzw. wie dünn (leicht) nun Bootswände zu bauen waren.

Hören Sie auf, ein Hochbegabter zu sein. 
Das ist nichts - nichts Konkretes. 

Sagen Sie mir, wer Sie sind und was Sie können. Dann können wir den Aspekt der Hochbegabung in die Situation einflechten. Dass Sie dann noch banal arbeiten müssen ... klar.

Mit besten Grüßen und 13 Jahre vor seinem Tod (siehe Niki Lauda)

Jona Jakob

... wenn Sie schnell werden wollen, beschleunigen Sie in Ihrer Arbeitstechnik alle Transaktionen und Transformationen. Wechsel müssen blitzschnell vollzogen werden - oder noch schneller. Warum wohl rennt Mark Zuckerberg in seinem Film über den Campus? Weil er zappelig ist? Nö.

21.05.2019

Entscheidungen treffen bei Gedankenkarussell - oder: Fahren, auch wenn ein Lämplein aufleuchtet.

Sie kennen das: Sie setzen sich in ihr Fahrzeug und während Sie fahren fällt Ihnen auf, dass bei den Amaturenanzeigen ein Lämpchen leuchtet - ein Hinweis.Nun beginnt das Dilemma einen Entscheid zu treffen:

a) Soll ich noch bis an mein Ziel fahren?
b) Oder soll ich besser anhalten?

Den meisten begabten und sensiblen Menschen entsteht dieses Dilemma bei vielen ihrer Entscheidungen die pro Tag zu treffen sind. Kein leichtes Problem, besonders gefühlt nicht.

Wie kann man da rauskommen?


In dem man pragmatisch "es einfach tut", als würde man einen Lichtschalter betätigen: Klick - basta.


Story-Telling / Beispiel: 


Es gab vor vielen Jahren im Fernsehen eine Folge der Serie 'Raumschiff Enterprise'. Die Führungsmannschaft mit Captain Kirk, Kommander Spock, Arzt Pille etc. war mit einem Shuttle-Raumschiff von der Enterprise entfernt auf einem Planeten. Das Problem war:
  • Der Shuttle-Transporter hatte zu wenig Energie, um aus dem Kreislauf zu gelangen
  • Das Team musste zurück zur Enterprise
  • Die Anziehungskraft des Planeten ließ das Shuttle nicht aus der Umlaufbahn

Ein nettes Dilemma. Wie entschied man?: 
  • Man startete mit der Restenergie (hier durchbrach man den Kreislauf - bei voller Unklarheit)

Was geschah?
  • Auf einmal brannte das Shuttle, die Mannschaft schien zu ersticken bzw. zu sterben
  • Das Shuttle wurde von der Enterprise gerettet
  • Die Mannschaft kam erst an Bord der Enterprise wieder zusammen

Dialog: 
  • Kirk: "Wie konnte es zu dem gravierenden Brand kommen?"
  • Spock: "Ich habe das Shuttle in Brand gesteckt. ... - ...-"
  • Alle sind entsetzt: Wie konnte er? Ausgerechnet Spock?
  • Kirk: "Kommander Spock: Wir hätten alle sterben können!"
  • Spock: "Ja, ich weiß. Doch es war unsere einzige Chance zur Enterprise zu gelangen. Durch das Verbrennen des Raumschiffes verlor es an Materie, es wurde leichter - die Restenergie der Antriebskraft konnte so endlich aus der Gefangenschaft der Anziehungskraft ausbrechen. Die Enterprise konnte uns knapp aber rechtzeitig reinholen. "
  • Kirk: "Aber das ist völlig unlogisch - und Sie handeln immer nur logisch. Wie nun?"
  • Spock: "Sie haben Recht. Ich dachte alles logisch durch. Es gab keine logische Lösung. Und wenn es keine logische Lösung gibt, muss ich eine unlogische Lösung wählen - [und nun kommt es:] was mir wiederum logisch schien."
  • Allgemeines Augenrollen

Zurück in unseren Alltag - Was ist die Situation? Wie kommt man raus?




Die Begabten, welche über Entscheidungsprobleme klagen und stets getrieben sind, alles und jedes zu hinterfragen, die haben die bekannte Situation: Man fährt in einem Auto - ein Lämplein leuchtet auf. Man weiß nicht, was tun. Man wälzt erste Pro- gegen Contra-Gedanken und diese Spirale nimmt zu. Sie vertieft sich auch dann, wenn man längst von Fachleuten Bescheid erhalten hat, "das macht nichts, das ist bloß ein Hinweis auf den nächsten Service Ihres Wagens, melden Sie sich in 1-2 Wochen an, das reicht noch." Weiterhin wissen Sie nicht, wie Sie sich entscheiden sollen. 


Warum ist das so?

Hochbegabte haben im Verlauf ihres Lebens die meisten Fragen selber beantworten müssen, nicht zu selten von früh auf, also als Kind schon. Sie sind zwar "reiche" Denker, Checker und AnalystInnen, doch genau das hilft nicht selten weniger, als jemand, der einfach macht. 


Worauf kann man sich bei einem "blinden / unlogischen / Spockschen / pragmatischen Entscheid' verlassen?

Achten Sie sich einmal: 99% Ihrer Entscheide haben Sie richtig entschieden. Ihre Bilanz, falsch entschieden zu haben steht im Normalfall bei 99 zu 1, im schlimmsten Fall bei 90 zu 10. Und gut, es mag quantitative und qualitative Entscheide und Konsequenzen geben - dennoch: Der Mensch tut meistens das Richtige. Und wenn er falsch entschieden hat, lassen sich die meisten Entscheide frühzeitig erkennen und korrigieren. Selbst das Enterprise-Team wurde gerettet. Es ist lakonisch zu verstehen, wenn bei Twitter immer wieder geschrieben wird: "WIR WERDEN ALLE STERBEN. ALLE!" Nein - niemand wird sterben, das ist bloß genüssliches Drama mit einer Note Humor. 

Fazit: Sie können sich in den allermeisten Fällen auf die Richtigkeit Ihrer Entscheidungen verlassen. Auch wenn es sich nicht so anfühlt (da in Ihnen noch das Lämplein leuchtet). Ja. 

Was Sie bedenken sollten, wenn Sie es auf die Spitze treiben


Selbst die Management- und Führungsliteratur aller Universitäten weiß, dass es besser ist, falsch zu entscheiden, als nicht zu entscheiden!

Abgesehen davon, dass Sie Lebenszeit verlieren und Chancen verpassen, belasten Sie Ihre Verhältnisse zu Ihren Normalo-Kontakten: 
  • Ihr Normalokontakt auf der Grafik ist der Reiseanbieter.
  • Sein Geschäft ist: ein Angebot machen, Vertrag binden, Reise verkaufen. - Basta.
  • Er wird um ein Angebot angefragt - er stellt eines aus. - Basta.
  • Es ist ok, wenn einmal rückgefragt wird. Sogar zweimal verträgt es. 
  • Doch spätestens bei Ihrer dritten Wenn-und-Aber-Rückfrage wendet sich der Normalo ab
  • Sie sind für den Normalo "nicht clever", sonder bloß anstrengend
  • Im unglücklichsten Fall zieht ein Anbieter sein Angebot zurück, weil er Sie als Kunde nicht haben möchte. Sie stellen ein Risiko dar, nach allen Wenn-und Aber später noch zu reklamieren. Dann besser auf den Auftrag verzichten - für den Normalo auch ein Erfolg, den möglichen "Schaden" abgewendet zu haben. 
  • Nur Sie, sie zahlen Ihr Hin-und-Her damit, dass Sie nun nichts in den Händen haben. 

Kleiner Trick: 
  • Das aufleuchtende Lämplein leuchtet nur in Ihnen
  • Nehmen Sie den Blick von sich weg
  • Schauen Sie nach dem (Normalo)-Partner, der GETROST seines Amtes waltet / handelt
  • Schauen Sie, wie sich das Gute dort immer und immer wieder bestätigt
  • Und wie sein Geschäft floriert, währen Sie noch keines gegründet haben
  • Verlassen Sie sich auf Ihre Fähigkeit, Verlässlichkeit ausmachen und erkennen zu können. 
  • Und dann gehen Sie (bei innerlich leuchtendem Lämpchen) aus der Verhinderungspirale raus.
  • Wenden Sie vor allem das Unglück ab, welches Ihnen entstehen kann, wenn Sie nicht entscheiden. 


Notfalls: 
  • Erstellen Sie sonst eine Entscheidungstabelle
  • Nutzwerttabelle
  • Entscheidungsmatrix (alles bei Wikipedia findbar oder in BWL-Büchern)


Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Jona Jakob, Aschaffenburg
hochbegabtencoach.de
hochbegabtencoach.ch

19.05.2019

Hochbegabte und Beziehungspartner finden ..


Ob die Vielfälltigkeit einer HB oder das Feingefühl der Hochsensibilität ... es bedarf a) der Anknüpfpunkte, b) einer Anzahl gleicher Interessen und Erfahrungen und c) einer Mehrzahl an differenzierbaren Feinheiten. Für die hier krude überzeichnete Kombination eignet es sich wenig. Doch dafür entsteht ab und zu der Zauber, dass sich wer für einen 220V-Stecker hält und dann in der Begegnung mit dem 40-Pol-Stecker feststellt, selber zu passen. Im Wesen von HB und HS lässt es sich am leichtesten erkennen, von selber oder ähnlicher Prägung zu sein. Magic.

18.05.2019

Tages- und Zeitstruktur zwischen Hochbegabten und Normalos


Ein möglicher Ansatz, um Normalo'Welt von seiner Gesetzmässigkeit her kennen zu lernen, ist das Studium der Volkswirtschaft: es geht um das "Steuern und Lenken von Massen" bei höchstmöglicher wirtschaftlicher Effizienz. Eine vielbeliebte Technik dabei nennt sich "Kybernetik". Ein Fazit bildet sich ganz von alleine raus: Wir können nicht jeden machen lassen, was er gerade will!

Daher: die Mehrheit geht simplen und allgemein gültigen Strukturen nach. Das sichert die Existenz, das beschert Sicherheit fürs Leben und allgemeine Annahme bzw. Akzeptanz als Schaf unter Schafen. Es bleibt dann eine Frage der inneren Orientierung, ob ich das Mass der Dinge als eine Zumutung empfinde, oder ob ich das gerne 'einfach' bediene.

17.05.2019

Hochbegabung und Coches bzw. Therapeuten - oder: Die meisten AkademikerInnen sind Normalos.


Normalowelt
Es ist sozusagen "gegeben", dass wer PsychotherapeutIn, LehrerIn, Coach wurde, dies im Regelfall der Normalverteilung als Normalo, also als Mensch der grossen Masse geworden ist. Damit ich meinen Gedanken veranschaulichen kann, fahre ich mein Beispiel am Beruf des Therapeuten weiter. Ein Normalo-Therapeut hat ein Normalo-Welt- und Menschenbild, eine Normalo-Sozialisation, ein Normalo-Wertebild/-raster. Er oder sie planen, entscheiden, handeln und kontrollieren nach dem "Gewohnten" eines Normalo-Heranwachsens, bis hin zur reifen Persönlichkeit, die weiter eine Normalo-Persönlichkeit bleibt, normalo-fühlt und normalo-denkt, auch die ganze entwickelte Intuition ist eine Normalo-Intuition. 

Angenommen, ein Normalo'Mensch kommt zur Therapie, weil dieser Mensch etwas Grausames als Trauma erlebte (Krieg, Vergewaltigung, Horror, Panik, Unfall, Flugzeugabsturz, Kindesverlust, etc. etc), so kann ein Normalo'Therapeut hier seinen fachlichen Dienst verrichten, denn VOR dem Trauma des Klienten lebte dieser Mensch in den Normen der Normalo'Welt und auch in seinem Trauma orientiert er/sie sich an den Normen der Normalo'Welt, so auch die begleitende Person bzw. der Therapeut. 

Wesenszug Hochbegabung
Kein Normalo'Therpeut kann einen Menschen mit deutlicher Hochbegabung WIRKLICH UND GANZ erfassen. Das bedeutet übersetzt: nicht genügend einfühlen (unzureichende Empathie), da das Verstehen für einen Normalo'Therpeuten nicht genügend möglich ist - man kann mit einem 10er-Schraubenschlüssel keine 13er-Mutterschraube fassen! 

Es ist nicht so, dass der Normalo'Therapeut zu dumm, zu minder oder sonst negativ bewertet ist - nein, das ist nicht so gemeint oder ausgelegt. Der Normalo'Therapeut ist vollauf ok und leistet im Umfang seiner Möglichkeiten vielleicht beste Arbeit. Doch sind die meisten Hochbegabten seit Geburt um Normen grösser oder es entwickeln sich diese Normen von da an, was bedeutet, dass ein z.B. 30-jähriger Mensch über 30 JAHRE mehr gedacht, mehr gefühlt, mehr reflektiert, mehr gefragt, mehr beantwortet, mehr sinnlich wahrgenommen und geleistet hat. Dieses MEHR kann in seiner oft unerkannten Form (Sehnsucht, verstanden zu werden) nur von jemandem empathisch ganz angenommen werden, der von selbem Format lebt und leben muss. 

Nachtrag von JJ: Habe ich Klientel mit IQ über 150, kann es sein, dass mein Format wieder nicht mehr reicht, mich in die Welt und die Anliegen dieser Klienten einzufühlen - wir reden und arbeiten dann erneut aneinander vorbei, was sofort spürbar wird. Das bedeute: Abbruch und neuen Coach für Höchstbegabte suchen.

Jona Jakob, Zürich

16.05.2019

Die Situation des Professors, Studiengang für Studiengang ... es nervt.


Wesenszug Hochbegabung: 
Solche Doktoranden zeichnen sich dadurch aus, dass sie am liebsten das Denken neu erfinden würden. Es "MUSS" 
- ein anderer Ansatz her
- es sind VISIONEN zu bilden
- das System ist falsch und 
- Bewertungsraster müssen neu geeicht werden
- Zudem ist noch X, Y und Z zu bedenken 
- eigentlich ist die vorgegebene Seitenzahl für die Doktor- oder Diplomarbeit viel zu gering. 

Die Dissertation oder Diplomarbeit muss der grosse Wurf werden, schliesslich ist man seit drei Semester überfällig. 

Normalo'Welt: 
Der Professor muss längst kaum noch lehren. Er muss fürs Institut oder den Lehrstuhl Geld beschaffen (Found rising), er muss Partner für Forschungsaufträge finden, er muss Forschungsideen verkaufen, und er muss folgende Doktorarbeiten allesamt bewerten: 
- Student Müller
- Student Eichinger
- Studentin Gromm
- Studentin Geisler
- Student Wille
- Student Mühlemann
- Student Röhrl
- ... und noch ca. 20 mehr, dann noch Gegenlesen, Prüfungsgremium, Rekurse, Doktorfeier, etc. Eigentlich ist er ein Werksarbeiter am Fliessband, Jahr für Jahr. Und nichts in der Welt nervt ihn so, wie Arbeiten, die nicht in der Denk-Norm, der Bewertungs-Norm, der Verfassungs-Norm, der Abgabezeit-Norm oder sonst wie nicht in der Norm sind, denn die machen ihm das Leben schwer, dem armen Kerl. Daher, lieber hochbegabter Doktorand, geschätzte hochbegabte Diplomandin, es ist nicht, dass sie missachtet werden, es ist vielmehr so, dass sie nerven, .. und wie! (Ist sarkastisch zu verstehen). 

Jona Jakob

15.05.2019

Denkendes Denken und fühlendes Denken.


Als Hochbegabter 'verstehe' ich sofort, was mir mein Gegenüber 'präzisiert und erforscht' mitteilen möchte. Doch das Ohr und Erfassungsvermögen des Normalos kann / vermag mit solchen Worten (auch schriftlich) nichts anfangen, weil das nicht in dessen Denken PASST. - Im schlimmsten Fall übersetzt der Normalo solche Aussagen nicht, sondern empfindet / fühlt / spürt nur sein Unbehagen, was die erhaltene Botschaft betrifft. Obwohl er nun genau das spürt, was der Begabte sagen möchte, distanziert er sich womöglich vom Gegenüber. Zurück bleibt ein un'gehörter, un'verstandener und auch empathisch un'gefühlter Begabter, der (in seinem schlimmsten Fall) womöglich dann wiederum anfängt, über den missglückten Versuch nachzu'denken. Und es ist mE möglich, vor lauter Denken wohin zu gelangen, wo man nichts mehr spürt.

14.05.2019

Sontagsidyll


Sie möchte Ihrem Vater sagen, dass Sie in der The New York Times einen Druckfehler fand.

Jona Jakob, 2012

13.05.2019

Einfach denken



Jaaa, die Frage hat keine Hintergründigkeit und Neeeiiin, sie soll nicht neu interpretiert werden. Basta. Lernen Sie, dass die Aufgabenstellung so simpel ist, wie sie da steht. Nothing else. Please! Ist mir egal, was Sie denken.

Jona Jakob

12.05.2019

Hochbegabte sind lösungsorientiert - Normalos sind problemlosigkeitsorientiert.


No comment.

Vielleicht: Wer seine Problemlosigkeitsorientierung hartnäckig schult, wird enorme Schritte machen. Da so ein Entscheidungsträger eine grosse Verantwortung  buckelt, legen Sie Ihre ganze Kompetenz ins "Ihm leicht machen". Sie werden sehen, es flutscht wie blöde. Wollen Sie doch etwas Profil zeigen, dann geben sie der KISS-Lösung (keep it simple & stupid) eine (sprich: 1) Zusatzlösung dazu, oder besser nur 50% von dieser. Damit kann sich dann der Entscheidungsträger als "innovativ" brüsten oder als "nachhaltig".

Aber nehmen Sie von allen möglichen Lösungen nur die einfachste und sie darf die eigentliche Lösung nicht belasten. Es muss sozusagen "by-the-way" machbar sein - Auf JEDEN FALL stellen Sie bei der Zusatzlösung sicher, dass man ohne jeden Aufwand ganz auf sie verzichten kann. Das verkürzt jedes Meeting ungemein und Sie erfahren eine hohe Dankbarkeit hierfür.

Hingegen: Bei Vorschlägen, mit denen sich der Verantwortliche sein Denkmal im Leben setzt, DA nun sollten Sie wirklich alles Unerdenkliche und Pompöse in die Waagschale werfen, was Ihrer Fantasie zu entspringen mag.

Jona Jakob, 2012

Unvereinbarkeiten bei Vorstellungs'Gesprächen



So leid mir das tut - Gesamtziele definieren Gesamtaufgaben. Diese werden aus Gründen der effizienten Arbeitsteilung in Teilziele und Teilaufgaben geteilt, z.B. Marketing / Finanzen / Produktion / Administration. Diese werden erneut in Unteraufgaben eingeteilt, wie z.B FIBU / BEBU / Mahnwesen / Controlling. Danach wird der Stellenbedarf erstellt und das ergibt dann das Organigramm.

Eine (sprich 1) Stelle ist dann die Teilaufgabe einer Teilaufgabe einer Teilaufgabe eines Teilziels. Der ganze Spielraum, den es dort zu verhandeln gibt, sind die drei stellenbestimmenden Komponenten: Aufgabe(n), Verantwortung und Kompetenz(en). Dies aber niemals über den Rahmen der Stelle hinaus.

Mehr'Aufgaben erhalten Sie später schon - als Projektaufgaben, die zum Stellenbeschrieb hinzu zu erfüllen sind - selbstsprechend bei gleichbleibenden Bedingungen.

DAS ist Ihre neue Stelle - und meistens ist es gar keine 'neue' Stelle, sondern eine alte ... - denken Sie mal darüber nach.

Mehr bleibt nicht. Da es funktioniert, wird es so wenig geändert, dass wir in einem Coaching nicht darüber reden müssen. Ausser Sie werden selbständig und ändern es ...

Jona Jakob, 2012

11.05.2019

Wo Hochbegabte noch weitere Töne spielen - wo Normalos nichts mehr hören.


Normalowelt: Hier befindet sich die Mehrheit der Menschen, das Gross, die Gruppe, die Versammlung, also Gruppen, Teams, Publikum, Zielgruppen etc. Für sie ist es das normale Mass und damit die Grösse, in welcher Qualifikationen gemeinsam bemessen werden: z.B. das war ein gutes Konzert, das war ein gutes Essen, das ist gute Kunst und das war ein guter Disco-Abend.

Wesenszug Hochbegabung: Dem gegenüber verfügen Menschen mit Wesenszügen einer Hochbegabung darunter und darüber hinaus Interpretations- und Wahrnehmungsräume bzw. -dimensionen. Für Sie kann - was oben von den Normalos als 'gut' anerkannt wird - das Selbe von minderer, ungenügenden und vor allem unbefriedigener Qualität sein, so dass es sie frustriert, demotiviert und nicht gerade Lebensfroh macht, diese für sie empfundene "Mittelmässigkeit".

Wem das z.B. zum Thema 'Liebe' wiederfährt, im Bereich 'gutes Essen' oder sonst einer hohen Kunst, der bedarf enorm gleich'vermögender Menschen.

Jona Jakob, Zürich

07.05.2019

Nicht sexy ...


Nichts ist erotischer, als intellektueller Geist. Wer je einen 'gescheiten, eloquenten, versierten und erfahrenen' Partner hatte, ob nun Mann oder Frau, der erinnert sich vor allem per Schaudern wegen des  Folgepartners ("nach" diesem wunderbaren Menschen zu dem man die Beziehung unterdessen verlor), wie geil es ist, mit jemandem zusammen zu sein, der/die es drauf hat - aber so manchmal nicht sexy.

Jona Jakob, August 2012

03.05.2019

Begrüssen: ideal und nicht ideal ...


Um in den Kontakt mit Mitmenschen zu kommen, eignet es sich, sich selbst einen Moment aussen vor zu lassen und sich auf den anderen einzustellen. In Normalo'Welt ist ein Hallo, Guten Tag, Grüss Gott, Grüezi, Moin kontaktschaffender, als jeder Mit'Einbezug in die eben begangene Gedankenwelt. Normalo'Welt möchte nicht eines der Themen besprechen, sondern sie möchte grüssen. Nichts mehr.

Jona Jakob, August 2012