13.04.2011

4 Generationen von HB/HS geprägten Menschen

Guten Morgen zusammen

Seit geraumer Zeit beschäftigt mich zum Thema Hochbegabung und Hochsensibilität ein Aspekt immer mehr, der zu Beginn von Gesprächen meines Erachtens zu schnell ungeklärt übergangen wird.
Dieser selbe Aspekt, so mein Empfinden, fliest ebenso in unsere verschiedenen Xing-Gruppen ein und beeinflusst die Diskussion.

Es geht darum, dass es zwischen 1910 und 2010 unterdessen 4 Generationen Betroffener gibt - und die reden in der Tendenz erneut aneinander vorbei :-))

Ich habe hierfür eine Grafik erstellt, die auf dem Prinzip eines Lebensyklus (siehe Wiki) basiert und 100 Jahre umfasst. Darin definiere ich vier Generationen

1. Generation: > 60 Jahre alt, vermutlich in den allermeisten Fällen wurde die HB/HS nie entdeckt (Annahme).

2. Generation: > 40 Jahre alt, heute vermutlich eher um die 50. Diese Generation hat die Verbreitung des Themas erlebt und vorangetrieben, hat also HB/HS für sich entdeckt, erlebte es aber eher in konfliktreichen Jugendzeiten und ohne bewusste Förderung. Es gibt in diesen Jahrgängen noch zahlreiche Menschen, die ihre Prägungen noch nicht entdeckt haben oder eben erst darauf stossen.

3. Generation: > 10 Jahre alt, sie erlebten Erkennung und vielerorts verbreitete Unterstützung und sind damit am aufwachsen bzw. entwachsen dem langsam und werden junge Erwachsene, ob als Studierende oder ins Berufsleben Eintretende.

4. Generation: < 10 Jahre alt, sie erfahren früh, getestet zu werden und damit verbunden dann Frühförderung.

Diese Darstellung sollte mE auch nur auf Länder mit entsprechendem Erziehungs- und Schulwesen verstanden werden.

Mein Fazit:

Es gibt in der "Erwachsenenwelt" unterdessen den Nachwuchs der 3. Generation, der interessiert und mit Fokus auf Lebens- und Berufsplanung nachrückt, Wissenschaft betreibt und mit dem Internet aufgewachsen ist.

Sie treffen auf die reiferen Lebensumstände der nun ca. 50-Jährigen, die das Erkennen ihrer HB/HS zum Teil aus recht heftig konflikgeladenen Jugend- und Lebenszeiten kennen und in der Tendenz (vage/realtiv) einer persönlichen Verarbeitung der eigenen Lebensgeschichte und einer danach folgenden Neufindung zugeneigt sind.

Meine Erkenntnis:

Es lohnt sich und wird voraussichtlich notwendig, dass wir diesen Aspekt mit Blick auf die jeweiligen Bedürfnisse bei Gesprächen, Abklärungen und Diskussionen, berücksichtigen.

Link zur Grafik (.pdf)
Grafik für 4-Generationen HB HS


Herzliche Grüsse
Jona Jakob

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