28.08.2015

20 Witze, die nur intelligente Leute verstehen

Die Huffington Post hat die 20 Witze zusammengestellt - eine köstliche Angelegenheit ... und ehrlich, alle hab ich noch nicht verstanden :-)

http://www.huffingtonpost.de/2015/08/25/witze-intellektuelle-verstehen_n_8035426.html

Viel Fröhlichkeit - erstaunlich eben, wie gut sowas tut. Mir jedenfalls.

26.08.2015

Till Reiners begabtes fragen, was Satire darf?

Vielleicht spricht er nur mich an - ich finde ihn einfach hervorragend: Till Reiners Newcomer in der Kabarettistenszene. Mein eigenes Gehirn funktioniert so ziemlich den ganzen Tag so: Per Satire darlegen, wie präzise ich das Reale erfasst habe. Viel Spass bei den Minuten.


17.08.2015

MENSA bietet in den USA eine Partnerbörse für Hochbegabte

Hallo zusammen

Über einen Tweet und das Interview in der ZEIT-online

Link zum Interview: http://www.zeit.de/2014/34/online-dating-hochbegabte

wird berichtet, dass es eine Partnerbörse für Hochbegabte und Interessierte von MENSA angeboten wird - Link zur MENSA-Info:

http://www.us.mensa.org/welcome-to-our-site/introducing-mensa-match/


Alles Liebe. 

06.08.2015

Der Hillary-Tenzing-Effekt sozialer Annahme bei Hochbegabung

Hallo zusammen

Was ich heute beschreibe, entnehme ich eigenen Beobachtungen, die ich über unzählige Hochbegabte  (HBs) bis hin zu mir selber machte. Natürlich stellt das keine wissenschaftliche Wahrheit dar, aber ich will das doch mal beschreiben. Wozu?

- für HBs:
Um einzufühlen, ob die Beschreibung auf Resonanz stösst und damit eine Möglichkeit besteht, sich Teile der Annahme, des Verstehens und der Bestätigung von Seines'Gleichen zu holen.

- für Normalos:
Damit erkennbar wird, ohne jede Bewertung oder irgend "Schuld", was möglich ist und was nicht möglich wird und entsprechend besser dann damit umgegangen werden kann.


Die dritte Stufe der Maslowschen Bedürfnispyramide:
Annahme, Liebe, Akzeptanz, Verständnis


Wenn ihr die Hand hochstreckt, ist meist der Mittelfinger der höchstgewachsene. Er ragt ein Stück über alle anderen Finger hinaus. Was die dritte Stufe der Maslow-Pyramide angeht, die Soziale Annahme, ist den anderen Finger dies nur so weit möglich, als das sie es vermögen. Am Bild der Hand so weit, wie sie gewachsen sind. Der Ringfinger kann also den Mittelfinger nur so weit sozial annehmen, wie er mit ihm gleichauf ist. Das Stück, welches der Mittelfinger darüber hinaus gewachsen ist, bleibt für die anderen Finger 'Terra incognita' - ein unzugänglicher Bereich. Nicht sehbar, nicht fühlbar, nicht erfassbar und damit unverständlich. Eigentlich inexistent und damit verkannt.

Jetzt ist es aber so: Die dritte Stufe der Bedürfnispyramide zählt zu den existenziellen Bedürfnisstufen, ist also lebensnotwendig, damit man gesund lebt. Aber genau dieses Überstück kann dann z.B. von den Eltern nicht erfasst und somit nicht geliebt werden. Sie lieben vermeintlich alles, aber das stimmt nicht - ein Teil wird nicht erreicht. Mit diesem Teil bleiben HBs alleine.

Und während es den Normalos, gerade auch durch den Gruppeneffekt unter Normalos, so bleibt, dass sie bis an die Limite ihrer Entwicklung andere erfassen mögen, was einer Art Deckelung gleichkommt, fahren HBs über viele und lange Jahre oben ab, höher und weiter und nicht zu selten in alle Richtungen als könnten Bäume doch in den Himmel wachsen.

Aber auch hier, das Wachsen hat seine Grenze und gerät in eine Art Not: an jedem gewachsenen Ende sind HBs alleine, einsam, unverstanden und auch ein gutes Stück "ungeliebt", da nicht erfassbar (da kann Mutti noch so schwören, das ganze Kind in seiner Art zu lieben - es ist ihr gar nicht möglich).

In dieser dünnen Luft, in diesem oft jahrealten Alleinsein, wo HBs unterdessen erwachsen wurden und allenfalls ins reife Alter gewachsen sind, können folgende Lebensbestände ausdünnen, vernachlässigt oder verwahrlost sein oder gänzlich fehlen, nämlich

  • das eigene gemittete Selbstverständnis
  • eine innere Sicherheit / Gelassenheit / Souveränität
  • die Zufriedenheit findet keinen Boden / Unruhe und Sucherei drängeln
  • man möchte verstanden werden 
  • man möchte geliebt sein
  • man bietet sich unter dem Preis an 
  • man findet Geld / Lohn / Honorar / Materielles nicht erstrebenswert
  • tbc

Kurz: Man hat niemanden, dort wo HBs sind. Das erzeugt gefühlte Bodenlosigkeit. 


Der Hillary-Tenzing-Effekt


Das Wichtigste, was mir in 'optimalen' Begegnungen mit Hochbegabten passierte, war, dass ganz egal, was wir besprachen oder nicht, jener Effekt sich in den Stunden des Beisammenseins vollzog, den ich den Hillary-Tenzing-Effekt nenne. 

Es war und ist wirklich völlig egal, was im Gespräch lag oder in der zwischenmenschlichen Nähe. Wichtiger war eher, wenn ich von 'optimal' schrieb, dass ich so annähernd wie nur möglich an selbe Stelle vermochte, wo HBs mir gegenüber in sich waren. Mir geht das gut mit Texten, Geschriebenem, Philosophischem, Gefühltem, Geliebtem und Geschätztem, Geschmacklichem und Mächtigem. Andere können eher Rechnen, Programmieren, Entwickeln, Analysieren, etc. - aber auch hier gibt es eine Deckungsgleichheit, allein durch die selbe Lebenserfahrung, obenraus zu schiessen, der orangen Linie gleich und dort clever aber unerkannt teilweise verloren zu gehen - so dass man selben Kampf im Leben führt. Bei Gleichen entsteht der Effekt unmittelbar innert Sekunden und hebt alles Alleinsein und alle Unverstandenheit allmählich auf, weil man im anderen HB seine Validierung erfährt, seine Bestätigung, seine Annahme - innerst Stunden ist man sich und wer und spürt, wie abgefahren wertvoll man ist. 


Sir Edmund Hillary und sein Sherpa Tenzing Norgay gelang 1953 die Erstbesteigung des Mount Everest, dem höchsten Berg der Erde. Bilder der beiden hier: 

Was will ich mit dem Bildnis zeigen?


Antwort: Nur wer mit dir auf über 8000 Meter Höhe geklettert ist und neben dir steht, kann in ganzem Verstehen und Fühlen dir gratulieren und dir damit bestätigen, dass du nicht falsch liegst. 

Du kannst später im Tal oder zurück in deiner Heimat jemanden vernehmen, der dir herzlich gratuliert zu deinem Erfolg auf dem Berg, aber du wirst immer spüren, dass der keine Ahnung hat, was du da erreicht hast, wie es sich anfühlt, wie heftig und eindrücklich es war, wie gefühlt und beängstigen, erhöhend und euphorisierend - egal was, der Gratulant hat keine Ahnung und du bleibst um dieses Stück alleine. Es hilft dann schon, wenn einer gratuliert, der schon mal mit Seil und Eisen geklettert ist. Aber verbunden, wahrlich in allem verbunden, bist du nur mit jenem, der an den Enden deines Daseins (rote Punkte) ebenso dort war, mal mit dir, mal für sich. Aber unter allen Bedingungen an selber oder ähnlicher stelle - eben "so annähernd wie möglich". 

Lieber Hochbegabte, was will ich sagen?


Sucht so heftig ihr vermögst "Eures-Gleichen" Menschen! Sucht sie weltweit und pflegt die Kontakte, welche euch gut tun. Entdeckt diese Menschen über Fragen. Ihr müsst sie nicht immer gleich verstehen - aber in dem dir bekannten Unverstandensein ist jede Frage von dir Labsal und Annahme, Erkenntnis und gleichzu Bestätigung wie Wachstum und Selbstsicherheit des dir gegenüber lebenden Hochbegabten. Trefft euch, geht euren Wegen nach. Und erhöht eure Lohn- und Honorarforderungen. Lernt, was das Wort 'wert'voll' meint, ob als Leistung und Beitrag, als auch als Vergütung für Vordenken und Wagen, jenem Explorieren, welches den Normalos nicht so leicht möglich ist. Sucht den Freund, der mit euch aufm Gipfel sein (ver)mag - das ist so sehr wertvoll. 

Nachwort: 

Solche Beiträge können den Eindruck erwecken, Normalos seien irgendwie nicht recht. Falsch - die sind weder minder, nicht recht noch sonst wie nicht ok. Sie sind ok und sind, was ihnen möglich ist. Und für die Welt ist das vermutlich hervorragend so. Damit aber die "Mechanik" in der Sache beider Felder erkennbar wird, schreibe ich mit etwas Kontur - es ist aber niemand besser oder schlechter. -


Jona Jakob

27.07.2015

Gleich ein ganzes Team Hochsensibler - Krimiserie 'Inspector Mathias'

In der Walisischen Krimireihe 'Inspector Mathias' ist für einmal nicht nur der Protagonist ein Begabt-Sensibler, sondern das 4er-Team besteht aus vier unterschiedlichen Typen #Hochsensibler (zwei Frauen, zwei Männer).

Und einzig der Polizeichef zeichnet sich deutlich als Normalo aus, der mit seinem Vertrauen in die Vorgehensweisen seiner erfolgreichen Leute nicht über sein eigenes Denkvermögen hinauskommt und daher immer wieder massiv zweifelt oder bremst.

Was mir besonders gefällt: Die Kamera lässt Mathias manchmal sekundenlang in Einstellungen BLEIBEN, wo man sehen kann, wie der Mann fühlt und dass er mit dem ganzen Körper SIEHT BZW. LIEST. Dann geht er wie ein Detektor und Radar los. Für mich grossartig.

ARD, sonntags, ab 21:45 Uhr 'Inspector Mathias'

Viele Eindrücke wünsche ich
Jona Jakob

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filme-im-ersten/sendung/inspector-mathias-mord-in-wales-die-bruecke-des-teufels-100.html

22.07.2015

Ich fliege zehn Kilometer in der Luft und stehe trotzdem zehn Mal satter auf der Strasse. - Nachricht an Jona Jakob


Nachricht einer Coachingkundin an Jona Jakob


Lieber Herr Jakob

Ich danke Ihnen herzlich für die letzten zwei Tage. Ich fliege zehn Kilometer in der Luft und stehe trotzdem zehn Mal satter auf der Strasse (mindestens).

Heute ist ein grosser Knall passiert, der essenziell ist für mein persönliches, privates sowie berufliches Leben. Ich kann jetzt zu mir sagen: Ja, so bin ich - hochbegabt und hochsensibel, ohne Wenn und Aber. Das hätte ich mir vor zwei Tagen noch kaum vorstellen können. Und ich spüre wieder einmal deutlich, dass alles seinen Sinn hat und Grossartiges auf mich wartet. Dieses Gefühl war in der letzten Zeit vergraben und mit Ihrer Hilfe habe ich es wieder hervorgeholt. Viel mehr noch, ich konnte die grundlegenden Problematiken und Muster verstehen, die mich all die Jahre belastet haben. Und eine sehr grandiose Ahnung davon bekommen, wie es sich anfühlt, (bald?) frei zu sein.

Ihre Worte und Ihr Gespür waren genau am Punkt, vor allem ab dem Moment, wo Sie mich so gesehen haben, wie ich bin (oder ich mich so gezeigt habe, wie ich bin). Sie haben Brücken zwischen meiner Vergangenheit, meiner Gegenwart und meiner Zukunft gebaut und meine Persönlichkeit in den Mittelpunkt gestellt, zu einem Zeitpunkt, als ich es noch nicht konnte. Ich danke Ihnen für Ihre Gabe und Ihr Gespür. Und für die Zeit, die wir miteinander verbracht haben. Sie war viel mehr als nur gewinnbringend.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende und bald wieder aufgeladene Batterien. Und nur das Beste.

Herzlich,


Name der Coachee


Liebe Leserinnen und Leser, ich danke an dieser Stelle für die Erlaubnis der Coachee, die Nachricht an mich in der anonymisierten Form veröffentlichen zu dürfen. Sie ist 32, und arbeitet in der Schweiz als leitende Managerin eines Weltkonzerns. Ich bin berührt - lieben Dank für die Worte, Jona Jakob

05.07.2015

Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt. - Die Schneekugeln unter den Begabten

Das Menschliche zeigt sich in vielerlei Formen.

Meinen Beobachtungen nach, die persönlich bleiben, meine ich, dass es immer noch viele Menschen gibt, welche eine Hochbegabung und/oder Hochsensibilität (folgend HB/HS genannt) als eine Art "Zusatz'Eigenschaft" der eigenen "normalen" Persönlichkeit" verstehen. Als würde ich ein Auto sein und mir einen Anhänger zusätzlich anhängen.

Das ist aber eine falsche Sicht auf das Bestehende - nämlich: Jeder Mensch steht mit seiner Persönlichkeit da, egal, wodurch geprägt und geformt, erzogen und allenfalls traumatisiert. Unsere Persönlichkeit und deren Entwicklung und Entfaltung ist weitaus massgeblicher, wer und wie wir sind, als ob sich noch die Prägungen einer HB/HS zeigen.

Unsere Persönlichkeit, die eines jeden Menschen, ausnahmslos, entwickelt sich spätestens ab der Minute der Geburt. Als Annahme darf davon ausgegangen werden, dass wir alle gesund und heil zur Welt kommen. Auch die Seele ist da in ihrem Grundvertrauen gemittet.

Was mir beim Thema Hochbegabt/Hochsensibel zu oft vergessen wird: Egal wie intellektuell und sensuell geprägt sein mögen, wir stecken unser Leben lang zu jedem Zeitpunkt in den vier Stufen der Ok-Seins-Zustände, welche Perl und Harris für die Grundlagen der humanistischen Psychologie entdeckt und definiert haben:
  • Ich bin nicht ok - Du bist ok
  • Ich bin nicht ok - Du bist nicht ok
  • Ich "bin ok" - Du bist nicht ok
  • Ich bin ok - Du bist ok
Diese vier Formen bzw. Zustände stellen in sich selbst ein jeweiliges Weltbild dar, eine Art, wie ich die Welt gerade zu verstehen und empfinden vermag. Das führt dann auch zu meinen Gefühlen, Bedürfnissen und entsprechenden (Über-)Lebenstrategien, von der gemässigten Resilienz bis zur gespaltenen Persönlichkeit.

Vielleicht kennen Sie noch meinen Blog-Beitrag, wo ich zwei Typen Hochbegabter trenne und daraus eine Typ 1 und Typ 2 mache - Blogbeitrag hier: 

Jetzt möchte ich folgendes aufzeigen, um Transparenz und Verständnis zu schaffen - und last but not least ein gewisses 'Gespür' für eine weitere Unterscheidung: 

Beide Typen, ob Typ 1 oder 2, können durch Lebensumstände der eher heftigen Art in jene 3. Ok-Seins-Stufe geraten, wo sich ein Mensch - aus welchen Gründen auch immer, aber meist aus Gründen des nackten Überlebens - selber für "ok" erklärt. Weil die Welt schlecht erfahren wird, weil einem niemand liebt und achtet, wertschätzt oder sonst wie integriert, weil man verstossen wird und für schlecht beurteilt, erklärt man sich selber für "ok". 

Das ist bestimmt ein trauriger Umstand. Es ist aber gleichzeitig das persönliche Abdriften in eine eigene Welt. Man schliesst mit dem Aussen in Selbstbestimmung ab (da es einem ja schlecht entgegenkommt) und lässt nur gelten, was man selber im Griff hat (kontrollieren und manipulieren kann).


Man fängt an und macht sich seine Welt, wie es ei'm gefällt. 

Was bedeutet das fürs Miteinander, für die Kommunikation und für Vereinbarungen, ob privat oder in der Arbeitswelt: 
  • Es wird nur angestrebt, was dem eigenen Leiden gut tut, egal, was zuvor besprochen
  • Es wird die Realität verschoben und was nicht passt, wird passend gemacht
  • Es wird jede Bedrängung und Verantwortung so ausgelegt, wie es einem passt - täglich neu
  • Es wird eine eigene Realität geschaffen, die alles zurechtbiegt und nur die eigene Brille trägt
  • Es zeigt sich oft eine sehr schräge Auslegung zu Fragen der Gerechtigkeit
  • Es zeigt sich latent eine Opferrolle oder Retterrolle - beider soll geliebt und geehrt werden
  • ... ich könnte hier weiterfahren, was noch alles...
Was können Zeichen für solche eine "eigene Welt" (Selbsterklärtes Ich-bin-ok) sein:
  • Die Person bettelt förmlich um Anerkennung, Liebe, Wertschätzung, ganz nach Bedarf
  • Die Person ist hochgradig eloquent (redegewandt) und weiss es immer zu drehen
  • Intelligenz, Wachheit, Schlagfertigkeit beeindrucken einem, so dass man darauf reinfällt
  • Die Person entschuldigt sich nicht (nie), sondern legt die Dinge eigens ganz anders aus
  • Die Person legt sich ins Zeug für "Liebe / Würde / Werte / bessere Welt / Retten / etc)
  • Die Person lehnt kategorisch alles ab (von ignorieren bis züchtigen), was gegen ihre Welt geht
  • etc. etc. 
Bedürftige interagieren so, dass nicht unser Miteinander gedeiht, sondern die eigene Notlage genährt wird.

Diese Formen können bei Menschen ebenfalls in Stufengraden auftreten, also von gering intensiv bis massiv intensiv. Solche Menschen haben anfänglich ein betörendes und attraktives Erscheinen, man fühlt sich gut aufgehoben und umgarnt. Sie kümmern sich gerne um einem (um entweder wieder Anerkennung oder überhaupt irgendwie Liebe zurück zu bekommen). Beim Kümmern richten Sie es gleich so ein, dass man aus der Falle schier nicht mehr rauskommt. Ich würde es beschreiben, als würde mich eine liebestolle Krake mit ihren Armen an zig Stellen umgarnen, kitzeln, verwöhnen und letztendlich aussaugen und in die Tiefe reissen, mir die Augen und Sinne verdrehend, bis ich untergehe. Ebenso werden alle (strategischen) Interaktionen aufs höchste 'persönlich' und 'möglichst menschlich nah' gestaltet. Das hilft dabei, den Sachziel-Kontext, z.B. eine Anstellung, eine Stellenbeschreibung, eine Funktion oder Stellenbeschreibung, Pläne und Konzepte, also sachliche Rahmenbedingungen und Ziele ausser Acht zu lassen. Die zählen dann einfach nicht. Die würden ja auch nur der Organisation bzw. dem Unternehmen etwas bringen - aber nein, es muss mir etwas bringen, sonst ist es in meiner Welt schlecht und abzuwehren.

Warum beschreibe ich dies zum Thema Hochbegabung/Hochsensibilität? Weil meine Beobachtungen dahin gehen, dass dieses meist jahrealte Überleben im Dasein dieser Menschen zu Strategien des Überlebens geführt hat, welche sie höchst gescheit, versiert, erfahren und ganz besonders überprüft und kontrollierend gemacht hat. Es sind hochgezüchtete Survivors. So viele Tricks und Schliche, unterbewusste Nothandlungen, Sublimes und Ergatterndes, um zu nichts Geringerem zu gelangen, als zu Liebe, Vertrauen, Beziehung und Annahme wie Anerkennung (Existenzielle 3. Stufe der Maslow Pyramide). 

ABER: Wie einleitend geschrieben: Mit der Selbsterklärung "Ich-bin-ok" topfe ich mich in meine Welt ein. Ich schliesse alles andere aus, alles, was mir nicht passt und nicht kommod ist. Ich glase mich ein. Und obwohl ich massiv versuche, vom Aussen, also von allen anderen Menschen Würde, Respekt, Anerkennung und Liebe zu erhalten, gelingt es mir in dieser Entwicklungsstufe meiner Persönlichkeit nicht, mit mir selber zu diesem Aussen zu gehen. Ich komme aus mir nicht mehr heraus. Daher muss ich alles, was ich von aussen erhalten könnte, in meine Welt reinziehen, es ebenso eintopfen und einglasen, hinter meinen Vorhang, hinter meine Glaskuppel. Und dort muss es gefügig sein und sich immer und immer wieder meinen Auslegungen unterwerfen. Ausserdem darf alles, was und wer je eingetopft wurde, mich nie mehr verlassen. Verlassen werden, abgewiesen werden - das ist der Horror in meiner eigenen Welt, das ist das Grausamste, was mir widerfahren kann. Gnade Gott, wer versucht, mir das anzutun. Und nicht nur ich werde hierüber richten - nein, meine Gefolgschaft, meine Partei, meine Social-Network-Verknüpfungen, sie werden alle erfahren, wie schlecht du mich behandelt hast - und da sie von mir genügend liebkosend umgarnt wurden, werden sie nicht anders können, als mir zuzustimmen und auf meiner Seite zu bleiben - ach was für ein schönes Gefühl von (falscher, da selbstprojizierter) Zuwendung. Egal, meine Welt ist schön, dafür sorge ich schon. 

Bei dieser oft sehr hohen Intelligenz muss ich dennoch fragen, ob sie brauchbar ist? Vermutlich nein. Sie ist intelligent, gescheit und massiv wie blitzschnell - sie ist aber nicht brauchbar, da es ihr mehr oder weniger nicht möglich ist, in Gelassenheit in echtem und zweiseitigem Kontakt zu stehen. Es ist damit weder ein Sein, ein Schaffen noch ein Beziehen. - Klar, solche Schneekugeln von"Begabten" und sensiblen Persönlichkeiten werden mir etwas ganz anderes "beweisen". 

Der obige Artikel basiert auf eigenen Beobachtungen und Wahrnehmungen.

Ich danke für Ihr Interesse.

Mit besten Grüssen

Jona Jakob
Zürich Bern Frankfurt

P.S. Zum Wort 'Bedürftigkeit':
Wir alle haben Bedürfnisse. Immer und zu jeder Zeit. In einem 'normalen/gesunden/heilen' Zustand, sind und bleiben es Bedürfnisse. Geraten diese Zustände aber in ein übergrosses, meist jahrealt kummuliertes Manko, entsteht eine Bedürftigkeit - ein Übermass an jenem sonst normalen Bedürfnissmass.

Nachtrag:
Jeder Mensch bleibt ok. Mein Beitrag könnte 'richtend' wirken. Dem ist für mich, Jona Jakob, aber in mir nicht so. Ich achte auch solche Menschen und versuche, ihre Geschichte und ihr Leben zu verstehen. Ich schreibe aber als Coach für Hochbegabte, als jemand, der Menschen im Lebenskontext der Selbstverantwortung begleitet. Als Coach darf und werde ich nicht Menschen begleiten, die in einer Not leben müssen - hierfür sind Therapeuten und Hilfe jene Stellen, die einen korrekten Kontext gestalten können. Aber als Coach, der die Selbstverantwortung im Kontext der Begleitung verantwortet, kann ich nicht nur, nein, hier habe ich den Auftrag, das eine vom anderen zu unterscheiden, so, dass es erkennbar wird. In diesem Sinne ist der Artikel verfasst. Ich hoffe dennoch ganz und gar, eine jede und ein jeder möge es schaffen, in dieser Selbstverantwortung frei leben zu können, egal, über welchen langen Weg. // Jona Jakob

09.06.2015

Pressebeitrag im Heft von brand eins: Die Schwierigen / ich empfehle den Beitrag

Hallo zusammen

Der Beitrag ist vielleicht das Beste, was ich in letzter Zeit zur Situation Hochbegabter gelesen habe. Ich empfehle den Beitrag. Auszug:

In Sachen Talent gibt es offensichtlich ein Kompetenzproblem. Wir können mit Talenten nicht umgehen. Unsere Beziehung zu ihnen ist gestört. Aber das hält nicht einen der Inkompetenten von der Beurteilung von Talenten ab. Im Gegenteil. (Quelle: brand eins: Wolf Lotter)

Link zum Beitrag: http://www.brandeins.de/archiv/2015/talent/die-schwierigen/


04.06.2015

Feedback der Frau, die für sich das Coaching wählte, um an Ihre Anteile, auch von HB und HS, zu gelangen.



Sehr geehrter Herr Jakob

Als ich das Institut das letzte Mal betrat, überkam mich ein Weinen. Ich weine eigentlich selten.



Aus dem Tränenfluss gebar ich mich selbst als fühlende Frau 
und trete auf Land.
Mit Vertrauen.

Ich war Ihnen mit dem Anliegen, mich im "Gang nach aussen" zu coachen, um wacher mit meiner

Begabung umgehen zu lernen, entgegen getreten. Es brauchte Mut, Sie nahmen mir die Angst und

begleiteten meinen Prozess mit viel Fingerspitzengefühl.

Die Arbeit an der eigenen Kontur blieb aber meine Sache. Ich wurde als "Sensible nicht geschont",

sondern gefordert und herausgefordert. Und subtil wieder von Ihnen aufgefangen, wenn ich mich

überlud und stolperte  Bei Ihnen geht es um Mensch-Werdung, Entwicklung.


Sie sind ein Menschenfreund und es rührt mich immer noch, einen Menschenfreund zu kennen. Und Sie wurden zum "Verschluss meiner Perlenkette".

Eine Kette ohne Verschluss ist nicht tragbar und kann sich den unterschiedlichen Lichtern der Welt

nicht aussetzen. Durch das Tragen entsteht ein Bezug zur Perlenkette. Was sind die Einzelperlen für 

mich gewesen? All das Positive, welches sich in meinem Leben angesammelt hatte. Meine "Perlen" 

wurden bisher in der inneren Schatzkiste gehortet. Innerer Reichtum, nur für sich gelebt, gleicht 

jenen glänzenden Perlen, welche nicht am Licht schimmern dürfen. Sie zeigten mir Wege, mich 

anzuerkennen und zu schätzen: eigene Wertschätzung wurde die Basis für Weiterentwicklung.

Da die "Kette" nun einen Verschluss erhalten hat, ich sie spüren darf, kann ich sie offen zeigen!

Durch Ihr "Zurufen" - wie Sie es auch mal nannten - fand ich aus dem Geäst heraus.

Nun steht mein "Märchenschloss" in Blüte. Und wie meine nonna schon sagte: se sono rose,

fioriranno (wenn es Rosen sind, werden sie blühen)!

Daraus binde ich Ihnen Jona Jakob einen Rosenstrauss!

Danke für Ihre Empathie.


Mai 2015, Zürich

Veröffentlicht mit Erlaubnis der Kundin. 
Die Kundin ist heute 46, hat Familie und zwei Kinder und ist Oberstufenlehrerin in Zürich. 
Ich danke herzlich für die persönlichen Zeilen und die Möglichkeit, sie veröffentlichen zu dürfen. JJ



15.04.2015

Es gibt ein Magazin für Autisten, ADHSler und Astronauten

"N#MMER" ist das weltweit erste Lifestyle-Magazin für Autisten. Heft eins beschreibt das Verliebtsein mit ADHS. Nicht nur Menschen mit "Störungen" sollten "N#MMER" lesen. Sondern auch "Astronauten".

14.04.2015

Eyyy..Leute! 50'000 Abrufe, das ist mir ein Mega-Geschenk.



Ganz lieben Dank an alle. Alle Gastautorinnnen und Gastautoren, an die Menschen, die mir erlaubten Texte zu veröffentlichen, an jene, die meinen Blog verlinkten oder abonnierten und last but not least an alle Leserinnen und Leser - ich bin weiterhin mit dem Thema unterwegs, es wird im Verlauf des Jahres viele Neuheiten geben.

Nochmals herzlichen Dank an Euch.

Jona Jakob

20.01.2015

Berufliche Aufgabengebiete bei Hochbegabung

Hallo zusammen

Durch meine Expertenarbeit bin ich auf das Themenfeld der 'Kognitiven Lernstufen' gestossen, ein Bereich, der besonders in mündlichen Berufsprüfungen bewusst gemacht wird.

Die Bloomschen Taxonomiestufen enthalten die Möglichkeit, sie bei der Frage nach den Aufgabengebieten einer Arbeitsstelle oder Funktion anzuwenden.

Daher empfehle ich, bei Stellensuche oder "interessanten" Inseraten, die Aufgaben / Ziele / Verantwortung auf diese Stufen hin zu prüfen. Darüber hinaus empfehle ich, wer das nicht mit Sicherheit erkennen oder einschätzen kann, sollte sich mit mir in Verbindung setzen, weil sich zu viele Berufsmenschen mit hoher Intelligenz zu wenig um die qualitativen Inhalte kümmern und wenn doch erreicht, auch die Lohn- oder Honorarfrage oft zu gering wahrgenommen wird. Die selbst empfundene "Selbstverständlichkeit" der hohen Begabung veranlasst HBlerInnen, die eigene Leistung als "selbstverständlich / ist doch klar / ist doch nix" zu bewerten und scheuen daher, mehr Geld oder Verantwortung dafür zu verlangen.


PDF-Dokument für den Download.

Holen Sie sich hierzu Unterstützung und schaffen Sie so eine Beurteilung der Ausgangslage/Situation - es 'lohnt' sich allemal, ob in der Jobzufriedenheit oder aufm Konto.

Mit besten Grüssen
Consensus Coaching Jona Jakob
Zürich, Bern, Frankfurt

16.11.2014

Dichtestress

Ich werde fast jedes Mal gefragt, wie ich Zürich verlassen konnte und nun in Frankfurt lebe?

Dichtestress.


Auch wenn man sich über dieses neue Wort schweizerischen Presseursprungs noch die Münder zerreist, benennt es mir exakt, was einer der wichtigsten Aspekte ist, weshalb es so kam, dass mir in Frankfurt wohler ist und ich Zürich verliess.

In etwa 150 Meter Luftlinie und auf schier gleicher Höhe, ich wohnte im zweiten Stock in der Nähe von Zürich, verlief ein beliebter Panoramaweg. Es kam so weit, dass ich sonntags Sonnenstore oder Jalousien so weit runter liess, dass ich die Energie all dieser Menschen etwas filtern konnte. 

Beim Flughafen FRA

Darüber hinaus gab es das Gefühl von Dichtestress im Auto, wo ich in der Schweiz das Gefühl hatte, aber an gar keiner Stelle für 20 Sekunden anhalten und etwas klären zu können - stets war schon einer da, der nicht ausweichen konnte und der mich zwang, wegzufahren, meiner notwendigen Dinge unverrichtet und gestresst. 

Und nicht minder das selbe Gefühl, dauernd jemandem im Weg zu stehen, sobald ich zu Fuss unterwegs war. An einer Ecke stehen bleiben, schauend, suchend, wartend, what ever... es ist in Zürich nicht wirklich mehr möglich, ohne jemandem offensiv im Weg zu stehen.

Dichtestress habe ich, wenn ich in ohnehin als zu eng gefühlten Warenregalen von Einkaufszentren nach Gütern suche und sich dann Menschen in die mir knappe Distanz zum Regal schieben, schlurfend, breitmachend, ignorierend, als stünde ich nicht dort und suchte Reibkäse. Empathielos und egozentrisch bis taub stellen die sich vor genau jenen Meter Musik-CDs, den ich aktuell mit meiner Konzentration scanne - aber nein, diese Imbizilen (Botho Strauss) müssen nun genau da stehen, wo meine Blicke streifen.

Dichtestress auf zu engen Traminseln, vor Automaten, an Kassen und im Parkhaus, wo sich vermutlich Autobauer und Architekten seit 30 Jahren nix mehr zu sagen haben. Dichtestress in Bekleidungsgeschäften und Bücherläden.

Und es ist nicht die buchstäbliche Nähe, die gemessen messbar wäre. Es ist die tölpelhafte Ichbezogenheit wahrnehmungsloser Walking-Deads, welche keine Distanz noch Situationsbezogenheit wahrzunehmen vermögen und dir einfach in Bild treten, dich pushen, dich bedrängen, belärmen, beduften und ihre kraklige bis klebrigschmierige Handschrift zurücklassen, ob als unaufgeräumte Tische, Litter, Abfall und Zerstörung. Du spürst, du existierst nicht. Für die bist du nicht da. Es schirmt die Sonnebrille ab, es bezieht das Smartphone alle Konzentration und richtig schlimm wird es, wenn beides zusammenkommt. Das wird mir zu nah, nicht erkannt zu werden.

Dichtestress.

Einer meiner Gründe, solche Orte nur gewählt und bei Lust und Laune anzupeilen und für eine selbstbestimmte Zeit zu geniessen oder zumindest souverän mit der Bedrängnis umzugehen. Zürich ist ein toller Fleck und für viele Menschen ein kleines Paradies. Bestimmt, da wollen alle hin.

Dichtestress ist bei meiner Hochsensibilität einer der schwächensten Einflüsse, den ich massiv beachten muss.

Mein Vater sagte: "Die Zuneigung wächst mit der Distanz."

Beste Grüsse

Jona Jakob
Zürich, Bern, Frankfurt

P.S. Bitte machen Sie mir einen Unterschied, ob jemand Dichtestress hat, weil er wegen geringer Filter nicht ideal von anderen Menschen abzugrenzen vermag und jemandem, der bei vollem Tresor präventiv Panik schiebt, jemand Fremdes könnte ihm was vom Teller nehmen. Danke.

07.11.2014

"Huch..."


Huchsensibel !!!

Im Konkliktfall anhand der Eskalation allenfalls andere Bedürfnisse erkennen

Hallo zusammen

Ich möchte beschreiben, was sich für mich erst in diesem Alter geklärt hat und was vielleicht jemandem dienlich sein kann.

Es geht darum, weshalb ich, wenn ich sauer werde, eklig, genervt bin oder Kummer schiebe, ich über viele Jahre in zusätzlichen Streit mit meinen Nächsten, Partnerinnen, mit der Mutter kam und was ich bisher nie verständlich machen konnte, da mich in dem Moment die Nächsten nicht "so" verstanden, wie ich es gebraucht hätte.

Wie es bisher total daneben geraten ist (Eskalationsspirale beider Seiten)


  • Ich gerate in eine gefühlte Schieflage, eine massive Schieflage. Ich flippe aus und kriege einen fürchterlich dicken Hals wegen einer Sache. 
  • Oder ich bin genervt, gereizt, meine Haut ist dünn und ich ertrage nichts mehr. Das kann bei meiner Art von Hochsensibilität zB dann sein, wenn meine Präsenzfähigkeit als "feinfühlige Batterie" leer ist und ich meine, es fallen noch Anfragen und Anforderungen an, ich hätte aber keine Kraft mehr, für diese präsent sein zu können. 
  • Dann bin ich überfordert und gerate in einen heftigen Strudel von Frust, Traurigkeit, Verlorenheit und Ohnmacht. Ich gerate hochgradig aus meinen Geleisen.


Nun passiert folgendes: Meine Partnerin, meine Ex-Ehefrau, meine Mutter, allenfalls mal Geschäftskollegen gehen dann in folgende Variante zu reagieren: Sie fangen an, 
  • sich Sorgen wegen meiner Sorgen zu machen. S
  • ie kümmert, wenn mich etwas kümmert. 
  • Sie kriegen sorgenvolle Gesichter und Intonationen, wie ich sie gerade eben begonnen habe.
  • Sie fragen: Was sollen wir tun? 
  • Und: "Es bedrückt mich, wenn es dir nicht gut geht. 
  • Es macht mich traurig, wenn ich dich so sehe."

Und ich, ich reagiere darauf mit noch mehr Wut, schimpfe und finde es den totalen Scheiss, wenn der- und diejenige auch anfängt zu jammern, wo doch ich am jammern bin. Warum übernimmt / klaut / reisst an sich der nun eigenen Raum für Klagen, Probleme und Gestöhne. Ich fühle mich verraten, unbeachtet und mehr als missverstanden. Und weil ich dann anfange zu bellen, beklagt der andere, dass ich mich über ihn/sie beklage, wo er/sie mir doch nur helfen möchte und sich kümmere, blablablubb.

Und so, ihr versteht wohl, dreht sich die negative Spirale bis zum Exzess und zu einer noch höheren Erschöpfung. Und es ist fürchterlich und braucht bisweilen mehrere Tage, bis ich aus dem rauskomme und mich davon erholt habe, und vermutlich geht es den Betroffenen auch so.
Das kommt nicht oft vor - aber wenn, dann ist es richtig übel und es verblieb bis jetzt auch stets ungeklärt. Ich (und die anderen) liessen die Zeit die Wunden heilen - aber die Narben sind vermutlich noch da.


Was ich in diesen Situationen brauche:

Was konnte ich endlich herausfinden?
Ich konnte klären, dass ich nicht bekomme, was mein Bedürfnis ist.


Was brauche ich in meiner Not nicht: 
  • kein grosses Mitgefühl, jedenfalls kein mitklagendes 
  • niemanden, der wegen meiner Lauen in selbe Negativspirale gerät 
  • niemanden mit "Oh" und "Weh" und mit Sorgenfalten im Gesicht 
  • niemand, der mich bemitleidet 
  • niemanden, der anfängt zu klagen, dass ich klage 
  • niemanden, der mir seine Leiden aufzeigt, wenn ich meine Leiden aufzeige


Denn ich weiss: 
  • ich bin nicht sterbenskrank, die Krise hat ein Ende 
  • ich habe einen Moment schlechte Laune und bin allenfalls 'leer' (Präsenz) 
  • ich kann mich selber managen und kurieren 
  • ich kann gut für mich schauen, wenn man mich lässt

Ich bin ein grosser Beschwörer von arbeitsamen Partnerschaften. Das Bild hierfür, welches ich habe, ist das von zwei Kampfdüsenjets. Diese fliegen Angriff für Angriff, Ziel für Ziel leicht versetzt nebeneinander und sind damit höchst erfolgreich (Power Couple). Wenn ich als Düsenjet nun ins Trudeln gerate und absturzgefährdet bin, will ich wirklich alles andere, als dass die andere Maschine im selben Moment wegen mir anfängt, ebenfalls Trudel- und Absturzerscheinungen anzuzeigen. "W-t-f!" Wenn ich in Flugnöte gerate, dann brauche ich die andere Maschine in vollem Einsatz, was meint:
"Was ich jetzt in meiner Absturzgefahr brauche, ist, dass du meine Position voll und ganz übernimmst. Das ist mein Verständnis unserer Partnerschaft und dem Team-Gedanken. Wenn einer ausfällt, schliesst der andere oder schliessen die anderen SOFORT UND OHNE WENN UND ABER die Lücke und gewähren mir damit die VOLLE Entlastung bei gutem Gewissen."

Was meine ich damit: 
  • Übernimm SOFORT die Führung, bleib dabei aber cool und lachend 
  • Bitte stellt mich ohne grosse Bedenken sofort frei 
  • Schick mich vom Arbeitsplatz oder nach Hause 
  • Schau, dass ich aus der Situation (Ort) weg komme 
  • Gib mir Signale, die Zielerreichung auch ohne mich zu erreichen 
  • Sei und bleibe souverän und ohne Sorgenfalten, lache und sag:"Ok, du bist heute nicht mehr zu gebrauchen, bring deinen Jet korrekt zu Boden uns reparier dich - wir fliegen ohne dich und bringen die vereinbarten Dinge auch so ins Ziel. 
  • Gib mir Sicherheit und momentane 100%-Entlastung, die sich für mich OK anfühlt, so dass ich mich entlasten und entspannen kann. 
  • Sende keine Schuld- oder Klagensgefühle oder sonstige Bedenkenssignale 
  • vielmehr brauche ich nun deine Zuversicht, deine Willenskraft, deine Ansage und dass meine Lücke ohne Probleme gefüllt und für den Moment übernommen wird. 
  • Gib mir das Gefühl, dass nix zurücksteht, bloss weil ich ausfalle. 
  • Übernimm den Lead.

Das ist es, was ich brauche.

Da ich sonst nicht in dem Zustand bin, sondern eher ein Leader / Pusher / Begleiter - einer, der sehr aufmerksam für andere da ist, kann ich in meiner Erschöpfung nicht ertragen, dass noch jemand mit klagen anfängt, weil das in mir gleich wieder Schuldgefühle hervorruft, die ich in der Kraftlosigkeit nicht mehr handhaben kann.

Flügelschutz auf Sechzehnhundert

Oder: Weil ich sehr aufmerksam bin, möchte ich nun deine Aufmerksamkeit, die mich trägt und mich entlastet, allenfalls mit etwas Hauruck nach Hause schickt, so dass ich für mich schauen kann. Gib mir das Gefühl mich und die Situation zu übernehmen. Gib mir die Power, nun nicht auch ins Trudeln zu kommen, so dass ich spüren kann, dass dein Düsenjet jetzt erst recht einsatzbereit ist und unsere Ziele anfliegt.

Das, und nur das, verstehe ich unter "Flügelschutz auf sechzehnhundert." Und nur so ist er auch zu verstehen. Daher: Fang nicht an wegen mir zu heulen, bloss weil ich heule. Übernimm!

Das ist es, was ich in dem Moment brauche.

Grossartig. Danke.

Jona Jakob
Zürich Bern Frankfurt

31.10.2014

Meine Ichs und ich - ein Erklärungsversuch

Warum sollte gerade ein Coach sein 'Zeug' nicht für sich selber anwenden? Ok, vielen mag es befremdend sein, Erlerntes oder Angeeignetes konkret ins eigene Leben zu integrieren. Daher gehen viele in Schulen, Ausbildungen und Kurse bis hin zur Zertifizierung - aber ändern, wirklich was ändern tut sich kaum (siehe Tanzschulen, höchster Level: sie zählen immer noch).

Ändern, wirklich anders sein und leben, das muss man schon wollen und auch irgendwie wagen. Und es ist nicht meine Aufgabe, Daseinsformen zu monieren, sondern meine Aufgabe ist es, selber zu tun, was mir möglich wird, also etwas anzubieten per eigenen Dasein, woran man vielleicht schnuppern mag, abschreiben oder es sich als Orientierung herbeiziehen.

Gestern notierte ich folgende Statusmeldung:

Heute habe ich erst mal darüber nachgedacht, wer ich so bin, die nächsten Jahre. Ich fand einige Ichs, aber es fehlte eben auch eines. Ich zeigte Elke die Situation und sie machte 'ne Bemerkung. Damit fand ich noch das gesuchte Ich. Nun kann es morgen ganz normal weitergehen. Danke, meine Liebe. :-) ... grossartige Tage, solche.

Darauf hin notiert mir ein lieber Freund und Kontakt:

Bin immer wieder fasziniert von deinen Zeilen. Klingt alles so fliessend und positiv. Nur.....! Verstehen tu ich meist gar nix?

Was ich gestern den ganzen Tag lang getan habe, ist mein Ich in eine Art Übersicht zu bringen, um mich selber (noch bzw. wieder) erkennen zu können:

Es gibt als Ich in der Schweiz und in Deutschland:
- den schweizer Coach
- den deutschen Coach
- die CH-Fachperson für die Themen Hochbegabung und Hochsensibilität
- die DE-Fachperson für die Themen Hochbegabung und Hochsensibilität
- den CH-Prüfungsexperten für Techn. Kaufleute + Netzwerk
- den CH-Prüfungsexperten für Marketingfachleute + Netzwerk
- den Menschen Jona für CH-Beziehungen, Freundschaften, Kontakte
- den in Bern auftretenden Jona
- den in Zürich auftretenden Jona
- den in Horgen segelnden Jona

Es gibt weiter als Ich in Frankfurt (alles noch neu und in Gestaltung):
- den Inhaber von Consensus Coaching Deutschland (Homebase)
- den in Frankfurt auftretenden Jona
... mit einem Netzwerk zu Cigarrenfreunden und Geniessern
... mit einem Netzwerk zur Segelei in Frankfurt
... mit einem Netzwerk zu div. Gesprächs- und Philosophiesalons
- den privaten Partner, Nachbar und Hundebesitzer + Freunde und Netzwerk
- den XINGer
- den LinkedIner

-> hier fehlte gestern ein Ich für die nächsten 10 Jahre - hier suchte ich ...

Es gibt noch das Ich in der Region Stockstadt/Aschaffenburg/Untermain:
- den Manager in einer KMU mit leitender und entscheidender Rolle
- den Repräsentant und marktverantwortlichen dieser KMU + reg. Netzwerk
- den Vorgesetzten

Das oben ergab eine Zeichnung über zwei Blätter A4.
Es ergab einen Klärungsbedarf über 4 Websites und 8 Blogs.
Es ergab die Informationsinhalte und Aussagen für eine Visitenkarte.
Es ergab die Antwort auf die Frage: "Was machen Sie?"

Meine Ichs und ich - Jona Jakob
Und nun zum Wesentlichen:

Obwohl geschrieben und strukturiert, so dass es sehr 'erdacht' wirkt, wie eine gedankliche Konzeption und ihre inhärente Positionierung, ist das für mich selber nicht wirklich "so".

Was unterscheide ich für mich?

Ich möchte meinen, viele würden ohne Probleme über sich selber eine solche Struktur erstellen können - was übrigens eine gute Sache ist, weil man dabei erkennt, wie viele man ist und wohin überall vernetzt und niedergelassen. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich selber mal darzustellen.

Ich aber - für jene, die das nun interessiert - FÜHLE / SPÜRE das. 

Ich weiss von mir, dass ich mit den Jahren drei Formen von 'Denken' erlernt habe, so als könnte ich Klavier und Gitarre spielen und nun noch Schlagzeug lernte:

- ich kann denkend denken und
- ich kann fühlend denken
- ich bin dabei zu lernen, von der körperlichen Zelle her zu denken (physisch) (erste Anfänge: mich hören, sehen, fühlen, schmecken, riechen)

Wenn ich nun sagen würde: "... dabei geht mir ein 'Film' vor dem inneren Auge ab", dann wäre das

- bei denkendem Denken: ein Film, Bild für Bild, geht strukturiert in mir ab

- bei fühlendem Denken: ein Nebel, Sprühfilm, Wolke, Schleier bewegt mich innerlich (flüssig und randlos) zu erdachten Gedanken

Und dieses Erfühlte brauche ich - sonst kann ich mich irgendwie nicht wahrnehmen und habe keine Antwort, wenn mich jemand fragt: "Was machen Sie?" Ich könnte nicht coachen, nicht da-sein, nicht wirken ... ich wäre völlig von den Geleisen (was ruhig ein paar Tage sein darf). Aber sonst, wenn ich wirksam bin (auch bzw. gerade als Manager), bin ich in diesem für mich fühlbaren Verstehen meines Ichs.

Was ich dann vermisste und suchte, war noch ein Ich, ein "Wie-möchte-ich-mich-über-das-hinaus-verstehen?" Das hat mit meinem Alter zu tun (52), mit meinem neuen Lebensmittelpunkt (Frankfurt), mit den möglichen nächsten 10-20 Jahren. Es ist die Zeit, wo andere vielleicht ihre Akademie gründen, ihr Institut, oder ein Buch schreiben, eine DVD veröffentlichen. Oder sie reisen, gesunden, richten es sich schön ein. Oder sind mit der Altervorsorge beschäftigt, mit Kindern und Jugendlichen oder Lasten des Lebens.

Das hat mich alles nicht angesprochen. Bewegt hat mich hingegen der Gedanken (Elkes Gedanke), Schüler zu werden, Student, Anfänger und Fragender. Das gefällt mir mehr, als jede Etablierung des Erreichten. In Frankfurt gibt es die Uni fürs 3. Lebensalter und da werde ich wohl meine Aufgaben neu finden.

So wird mein neues Ich ein Lernender. Und wenn dann jemand fragt: "Was machen Sie?" dann sage ich: "Ich coache." Ich finde, das hat so seine passende Berechtigung, egal was der andere dann denkt. Soll er mal.

Cheers - ich schlief letzte Nacht tief und fest und heute spüre ich mich geradezu stimmig und als mich,

Jona Jakob
Zürich Bern Frankfurt

P.S. Sollte es Ihnen schwer fallen, fühlend zu denken, überlegen Sie mal, ob Sie elterlich, beruflich, jobmässig etc. in einer stark hierarchischen Struktur leben (top-down) - eine solche lässt das kaum zu, wenn sie sich nicht davon emanzipieren vermögen.

P.P.S. Wenn ich Sie nun frage, ob mein gefühlt geklärtes Selbst-Verständnis eher ermöglicht, mit willentlichen Einstellungen zu arbeiten/wirken/ziele-erreichen (Matrix-Methode / Morphogenetische Felder / etc) - was glauben Sie, wird die Antworte sein? Und kann ich damit arbeiten, wenn ich mehrheitlich mit denkendem Denken ticke? Sie können gerne auch einen Meister asiatischer Künste fragen - beim Wort 'denken' reisst dem der Film :-)))

30.09.2014

Hochbegaben

Quelle: Das gif stammt vom Designer Skip Hursh:http://www.skiphursh.com 
Skip is a Designer, Animator and Artist from the midwestern USA, based in Brooklyn, NY. His work ties a thread of playful abstraction and vibrant colors through works both simple and complex. He works as a Designer at Tumblr, and was previously an On-Air Designer & Animator for Nickelodeon, and has collaborated with a variety of freelance clients including Google, Scholastic, Gap, Discovery Channel, GOOD, Vine, Digg, Giphy, and French Horn Rebellion.

Skip is currently available for select freelance projects.

Ich danke Skip Hursh für das Nutzungsrecht in diesem Blog und für unser Thema.

24.08.2014

SPIEGEL online Artikel - unkommentiert

Head: Nein, man hat es nicht leicht als Hochbegabter. Bei Kollegen ecken sehr intelligente Menschen oft an - unter anderem, weil ihnen Smalltalk zuwider ist.

Link: Zum Online-Artikel


10.08.2014

Fly Robin fly - Up up to the sky!



Es gibt seit kurzer Zeit Momente, wo ich so etwas wie einen 'neuen Freiraum' in mir verspüre. Von mir selber würde ich behaupten, gemessen an dem Zeugs im Kreis lebe ich ein konkretes Leben ausserhalb des Kreises. In den Grundzügen schon. Und klar, nicht zu selten liegt mein Handeln dann auch wieder im Kreis. Aber stellen Sie sich vor, ich flöge mit meinem 'Raumexplorer' abgelöst vom Kreis im Aussen-Raum, wo auch der Rand der Tafel oder des Bildes keine Grenze darstellt. Wörtlich fliege ich flugfähig im "All".

Und nun, wo ich diesen Freiraum neuerdings in mir spüre, diese unermessliche Dimension offenstehender Möglichkeiten, da sucht es in mir nach einer anfliegbaren Dimension. Trekkies würden vermutlich nach einer anderen Galaxie fragen, einem Raum oder auch Sektor.

Wohin bewege ich mich, wenn ich vom Kreis loskomme? Wieder in den Kreis rein, um ihn als Eizelle zu befruchten? Werde ich sub'versif? Löse ich aus? Und was?

Oder exploriere ich? Suche und finde neue Felder, Räume, Dimensionen? Was macht mein Ich und was wird aus unserem Miteinander?

Ich bin 52 und mir ist nach Aufbruch, Gestaltung einer Erbaulichkeit, Spur im Leben. Macht mich das lächerlich? Unfrei von der Idee, etwas geleistet haben zu müssen? Kann ich nicht einfach in der Tonne in der Sonne liegen? Wäre das Lassen nicht viel grösser? Muss es gross sein?

Mein ganzes Leben lang war ich ein Flucht-nach-vorne-Typ. Lieber Staub aufwirbeln, Gerüste zerschlagen, das Fass zum überlaufen bringen, damit was geht. Und vielleicht ist es dieser alte, mir nicht ganz klare Trieb, mich pro'aktiv bewegen zu wollen, wagend und ins Unbekannte schiessend, weil andere, simple ausgedrückt, nichts zu essen haben. Aufbruch und Wagnis, als Verantwortung, als Gestus gegenüber jenen, die keine Möglichkeiten geschenkt erhielten, schon gebürtig nicht? Bin ich verkappt? Schäme ich mich? Ich spüre: Nein, nicht schämen, im Gegenteil, unverschämt.

Ich werde bestimmt, auch ohne Antworten, nicht an diesen Kreis andocken, bloss weil ich nicht weiss, wohin fliegen. Es allein auszuhalten, fliegend nicht zu wissen, wohin, allein das ist ein enormes Vermögen meiner Künste - Kraft aus dem, was nicht ist, was dazwischen liegt, was die Leere macht, um Fülle zu bergen. Ich bin fähig im Nichts, siehe allein, dass ich fliege.

Und noch etwas: es ist mir schnurzegal, welches Ihre Position und Lage ist. Das ist auch so eine Sache, So kann ich, aussenraumfliegend, Ihr Trabant werden, wenn vereinbart, Ihr Begleiter. "Flügelschutz auf sechzehnhundert." Aber lassen Sie es sich gesagt sein, das ist nur meine Aufgabe, mein Brotverdienst, sonst ist es nichts und als solches ist es so sehr an den Kreis geheftet, dass es fürs Menschwerden nicht sonderlich was Verdienliches darstellt, ausser etwas Entlastung der Gemeinschaft, wenn ich für mich selber schauen vermag. Doch mit dem Gedanken ist kein neues Amerika zu entdecken. Also sitze ich da und habe zumindest dieses Schnuppern und membran zitterndes Spüren von möglichen Räumen, die ganz klar noch anzufliegen sind, auslösend und sichtbar werdend, als begegne man in der Dunkelheit einem Leuchtfisch.

Heute ist ein schöner Sonntag und irgendwas löst mich, hebt mich ab.


Jona Jakob

21.07.2014

Hochbegabung explizit und im höchsten Masse gekonnt. Punkig, aggressiv, reflektiv, grossartig; gescheit und in Selbstverantwortung. "OMG!!!"

Sehr geehrte Leserinnen und Leser

Noch nie hat mich ein Porträt so massiv umgehauen, wie der Film über den Orgelbau für Cameron Carpenter. Noch nie hörte ich einen Hochbegabten reflektiver und selbstkompetent von sich und seinem Willen reden, etwas zu schaffen, dass ihm ob seinem Erfolg Angst macht, aber eben, auf dem Niveau von Erfolg, den man ja auch wagen muss.

Hört zu, bitte, hört zu. Bedenkt jeden Satz. Das Video zeigt den Weg eines Begabten und Begnadeten. Das Video zeigt aber auch, dass wenn JEDER Mensch nur einmal richtig über sich nachdenken würde, er mehr aus sich rausholen würde, als er sich zu träumen wagte. Für diese Aussage stehe ich als Coach.

Und was mir Hochbegabte zu oft als Krisen, Schwächen, Scheitern und Ablehnung vortragen, dam'it, DAS ist eure Kompetenz. Denn es gibt keinen Willen ohne Widerstand.

Jona Jakob, mit seinem ganzen Namen!


Link zum Video: Cameron Carpenter the-sound-of-my-life

P.S. Das Video ist bei ARTE genau 7 Tage greifbar, vom 21.7. bis ca. 28.7.2014 - Verpasst es nicht.

06.03.2014

tagesanzeiger.ch: Auch junge Männer leiden häufig an ADHS

Hallo zusammen

Ich fand bei tagesanzeiger.ch folgenden Beitrag: 

Lange glaubten Experten, dass nur Kinder und Jugendliche von Aufmerksamkeitsstörungen betroffen sind. Doch ADHS wächst sich selten aus. Das unterstreicht eine neue Schweizer Studie.

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Auch-junge-Maenner-leiden-haeufig-an-ADHS/story/29167583



Mein persönlicher Kommentar: 


Ich bin heute noch immer und immer wieder erstaunt, wie "seltsam denkend" sich manche Köpfe geben, was Hochbegabung, Hochsensibilität oder hier ADHS betrifft. Was mir dabei so 'dämlich' vorkommt, ist, dass die meinen, ein hochbegabte Kind sei dann als Student nicht mehr hochbegabt und ein Erwachsener könnte keinesfalls hochbegabt sein, schon gar nicht als Elternteil von hochbegabten Kindern. 

Diese "fixierte Zuordnen an Entwicklungsklassen [Kleinkind / Kind / Jugenliche / Studenten / Erwachsene) ist mE doof und blind wie Anton. Damit einher geht meine Erfahrung darin, dass man als Mensch mehrfach aus einer Zeit entlassen und in eine neue Zeit (Etappe / Phase) gestossen wird, ohne dass sich jemand Zeit und Bereitschaft dafür nehmen würde, diese Übergänge und Entwicklungen vorzubereiten bzw. dann einführend zu begleiten. Die Schule entlässt ans Gymnasium, das Gymnasium entlässt an die Uni, die Uni entlässt in den Arbeitsmarkt. Doch Lerninhalte für die nächste Lebenszeit, eine Art Inhalte einer Lebensschule, die gibt es mE nicht oder kaum. 

Verpasste Themen dabei: 

  • Sexualität, Intimleben und Partnerschaft
  • Lebensphase des Kindes, jungen Menschen, Erwachsenen
  • Wachstum, Entwicklung, Reife, Engagement
  • Familie, Trauer, Krise, Tod
  • Lebensinhalte, gedankliche Schulen und Gerüste, Religion, etc. 
  • frühes Geld, Geld, langfristiges Geld
  • Karriere als Ganzheit, inkl. Gesundheit
  • Ich-Kompetenz und Sozialkompetenz


Da ist für mich kein bewusster Plan oder eine Ganzheitlichkeit. 'Jeder' schlittert im Verlauf seiner ersten 40 Jahre auf eine grosse Baustelle zu, die dann in einem ersten Bewusstseinsprozess saniert werden muss. 


Hochbegabung ist kein 'Kindheitsthema', sondern ein Gesellschaftsanteil. JJ, 2014

Für mich ist es klar und unmissverständlich, dass sich ein ADHS-Problem nicht einfach aus einer Alters- oder Lebenszeit herauslöst und verschwindet. Das tut es auch nicht was Hochbegabung oder Hochsensibilität betrifft. Eher wäre es mE möglich, dass sich solche und ähnliche Prägungen über die vielen Jahre sammeln und sich dann als Erwachsener noch viel schwerer ausdrücken, ob positiv oder in Leiden und Scheitern. 

Beste Grüsse

Consensus Coaching Jona Jakob
Zürich und Frankfurt

21.02.2014

"IT SUCKS!" - Warum die eigene Bedürftigkeit Partneschaften, Projekte, Arbeit und Werk versaubeuteln kann.

Am 13.1.2014 veröffentlichte ich den Basisbeitrag zum Thema Bedürftigkeit:
"YOU SUCKS!" - Warum eigene Bedürftigkeit einen verunmöglicht

Diesmal zeige ich mögliche Auswirkungen auf Zusammenarbeit

Dieser zweite Beitrag handelt von Situationen der Zusammenarbeit, in welche beteiligte Mensch reinrutschen können. Weil dabei die Wahrnehmung von jemandem langsam aber sicher verloren geht und sein 'Für'Wahr'Nehmen' ein unbewusstes Zerrbild darstellt, lohnt sich kein Tag und keine Stunde in diesem Zustand hoher Not weiter zu co-existieren bzw. zusammenzuarbeiten. 

Diesmal geht es um
- Arbeitsgemeinschaft / Wohngemeinschaft / Sharing / Familienfeste
- Projektarbeit / Zusammenarbeit / Team / Paararbeit
- Ausschreiben / Offerten / Preise / Leistungen und Gegenleistungen / Aufträge / Auftragserteilung
- Zusammenarbeit / Work-in-progress / Etappen / Zwischenresultate / Nebenresultate / Auswüchse
- Abweichungen vom Ziel / Vorschussleistungen / Schmuseeinheiten / Liebhudelei / Kindergarten
- Übermass / Überschuss / Verblendung / Selfness / Bedürfnisorientierung vs. Bedürtigkeitsorientierung
- Ende-Aus-Schluss / Leck-mich / Never-again / Ablehnung / Verletzung / Ent'Täuschung

Wenn Zusammenarbeit scheitert

Ich schreibe von Arbeiten und Leistungen, welche von mindestens zwei Menschen gemeinsam gewünscht oder erbracht werden, die dann WEGEN DER BEDÜRFTIGKEIT von mindestens einer Person der beiden scheitert. 

Was ist der Unterschied von Bedürfnis und Bedürftigkeit?
Dies führe ich einleitend im ersten Beitrag aus, den Sie hier finden:
http://begabt-sensibel.blogspot.de/2014/01/you-sucks-warum-eigene-bedurftigkeit.html

Kann ich distanziert selbstempathisch bleiben oder "hungern" meine Gefühle in einem Notzustand?


Wer ist prädestiniert, in eine solche Situation zu geraten?

- wenn beide bedürftig sind und sich eher im selben Leiden verstehen, als in der Zusammenarbeit
- wenn wer früher mal eigene Bedürtigkeitserfahrungen machen musste (neigt dazu, da bekannt)
- wenn wer eigene Bedürftigkeiten nicht erkannt hat und auf dem Auge sozusagen blind ist
- wenn wer Arbeit und/oder Partnerschaft mit Hilfe und falschem Goodwill verwechselt
- wenn sich wer täuschen lässt, egal warum
- wenn wer ersten Verlockungen unterliegt, weil er nicht hart und kritisch genug sich und den Auftrag prüft
- wenn wer Klärungen scheut oder ihnen strategisch aus dem Weg geht
- etc. 

Was wird die Wirkung / das Resultat sein? 

Kurz gesagt: 
- Wenn jemand bedürfnisorientiert arbeitet, bleibt sein Fokus beim Dienst am Kunden / Projekt. 
- Wenn jemand bedürftig an einer Sache arbeitet, sind seine Ziele und Strategien allesamt für sich selbst ausgelegt! 
Das fängt z.B. damit an,
- dass jemand eine Art Vorschussleistung anbietet [möchte aber gelobt und angenommen werden]
- dass jemand sich anbiedert [Ach, geht es dir auch so / So sehe ich das auch / Oh ja! / etc]
- dass jemand sein eigentliches Ziel aus den Augen lässt und etwas Neues "nur für dich gemacht" hat
- dass jemand dann sein Werk, was nun plötzlich für einem sein soll, gestaltet und ausbaut, wie es ihm [aber nicht mir / keine Klärung / keine Bedürfnisorientierung / gut gemeint ist nicht immer ideal] zusagt
- dass jemand viel zu viele Stunden über das Mass einsetzt [Schaffung von Solidarität -> Schuldgefühle]
- dass jemand mit Suggestivfragen nach Zusage sucht [Bist du auch der Meinung, dass ...?]
- dass jemand anfänglich weder Auftrag, Preis noch Gegenleistung klärt
- dass jemand Dinge ausführt, um die er nie gebeten wurde [um als 'Feiner' zu gelten]
- dass jemand dann verletzt reagiert, wenn man nicht länger zustimmt
- dass jemand plötzlich "SEIN Werk / SEINE 'Qualität' / SEINE Erstellweise / etc" reklamiert bzw. betont
- dass jemand weiteren Eigennutzen bei selber Fertigung unabgesprochen einbaut

... kurz: Es fehlt jeweils die Rück- und Aussprache bzw. Klärung mit dem "möglichen" Auftraggeber. Vielleicht haben Sie jemanden nie um einen Gefallen gebeten, vielleicht auch nur teilweise bejaht oder zugestimmt, aber nicht in der letztendlich vorgehaltenen Form. Solche Menschen suchen keine Klärung sondern jeder Zwischenschritt ist so 'geliefert', als dass man danken müsste, Bravo! sagen oder sonst wie Liebhudeln. Dabei haben Sie selber nichts verlangt noch erwartet. Sie geraten mehr und mehr in eine Art Falle von Schuldgefühlen und dem gefühlten Zwang, sich distanzieren zu müssen, bis hin zum brüsken STOPP / HALT / BASTA!

Da der Zurückgewiesene mit seinem Handeln, zu gefallen, nicht gefällt, fühlt er sich erneut unverstanden, ungesehen, unangenommen - seine Bedürftigkeit bestätigt sich für ihn, seine Strategien, geliebt zu werden, werden sich verstärken.


Was können Sie für sich tun?

Eine Arbeit sollte durch einen Auftrag und eine Gegenleistung geklärt, vereinbart und beauftragt werden. Daher ist auch das Zahlen eines Auftrages so wichtig (eigene Entlastung). Dann ist während dem Auftrag die zielorientierte Leistungserstellung quantitativ und qualitativ fortlaufend von beiden Seiten her zu prüfen und sicherzustellen. Klären Sie auch Geistiges Eigentum, Rechte, Form, Farben, Sounds, Varianten, Stückzahl, Termine, Vereinbarungen, Zahlung und Konditionen etc. etc. - bleiben Sie der Zusammenarbeit und dem Werk zuliebe sachlich und auftrag- wie bedürfnisbezogen. Lehnen Sie Überschwenglichkeit ab, Goodies beschönigen und charmanter Schmus soll etwas überdecken. Gute Arbeit bleibt sachlich und korrekt. 

Was können Bedürftige tun?

Sich selber fragen, warum man all das Überschwengliche leistet? Warum bettelt man nach Anerkennung? Warum mag man meine Leistung und meine "Geschenke" nicht? Warum finden Frauen solche Männer wie Kinder und beenden dann die Partnerschaft? Warum finden Männer solche Frauen wie Heulsusen, Stalkerinnen und Kletten? Wie weit ist die eigene Co-Abhängigkeit von solchen Menschen, um nicht zu hart ins Gericht gehen zu müssen?
Mit solchen Beobachtungen zum Psychiater oder Coach gehen und die Ursache für die angestaute Bedürftigkeit zusammen klären. Danach Regeln für die Selbsthygiene ausarbeiten und sich stets selber kontrollieren. Aufwand in Coachings: ca. 2 x 3 Stunden.

Das liest sich vielleicht etwas schroff, sollte mE aber nicht beschönigt werden. Liebe Bedürftige, es ist ok. Doch versucht, euch mit jemandem zu klären. Denn die 'Anderen', die würden gerne MIT euch leben und arbeiten. Doch wenn euch eure Not an Gefühlshunger verhindert, verliert ihr nicht nur euch selber, ihr verliert auch alle anderen. Daher ist es mE so viel wert, sich bei solchem 'Verdacht' bei jemandem zu zeigen, der das wahrnehmen und wertfrei prüfen kann. Es kann wunderbar sein, aus dieser Situation hinauszugelangen.

Jona Jakob, Consensus Coaching
Zürich und Frankfurt

06.02.2014

"Yipiee!" 30'000 Abrufe

Sehr geehrte Leserinnen
Sehr geehrter Leser

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an diesem Blog, der heute seine 30'000 Abrufe überschritten hat. Das ist mir ein motivierendes Dankeschön von Ihnen, liebe Leserschaft, und das ist für mich eine grosse Freude. Erst kürzlich schrieb mir jemand mit seinen 52 Jahren - ich darf den Wortlauf verwenden, lieben Dank hierfür:

Aber es war eine so unglaubliche Erfahrung in Ihrem Blog zu lese, habe das ganze Wochenende damit verbracht. Es hat sich gelohnt. Gestern Abend, habe ich Ihren letzten Beitrag gelesen. Heute Morgen während ich meinen Kaffee trank, musste ich an Sie denken, an das was Sie schreiben und wie Sie es schreiben, an das was es bei mir ausgelöst hat. Irgendwie ist es wie ein Puzzle, es passt alles perfekt zusammen, Stück um Stück.Es war einfach nicht möglich mich damit aufzuhalten, den Strom meiner Gedanken (Bilder welche es zu Worte zu bringen galt), zu unterbrechen. Das, währe schade gewesen, denn ich befand mich dabei wie in einem erweitertem Bewusstseinszustand. Es war wunderbar, glücklich fühlte ich mich, am richtigen Ort. Diese Begegnung mit Ihnen, mit Ihrer Arbeit, Ihren Gedanken, hat mich wieder dahin zurück geführt. Kann es wieder sehen, spüren, es für möglich halten. Dafür bin ich Ihnen unendlich Dankbar. Sie dürfen meine Texte welche ich Ihnen schreibe, immer benutzen. Damit möchte ich Ihnen etwas zurück geben.

Der Blog 'Hochbegabte Hochsensible Erwachsene Schweiz' will weiter an seinen Beobachtungen wachsen. Er ist für alle gedacht, welche sich mit den Themen der Hochbegabung oder der Hochsensibilität bei Erwachsenen beschäftigen wollen, ob selber davon geprägt oder ohne Betroffenheit, vielleicht als Partner, Arbeitgeber, Kollege, Elternteil oder Verwandter.

Ich freue mich über Kommentare und Bewertungen und wenn Sie den Blog weiterempfehlen mögen.

Auf nächste fünf Jahre und viele Abrufe mehr.

Mit herzlichen Grüssen

Jona Jakob


04.02.2014

Hochbegabte Erwachsene: Gastbeitrag mit Jahrgang 1961

2. Februar 2014, Coldrerio, Schweiz

Guten Abend Herr Jakob

Schön Sie gefunden zu haben, Ihre Seiten gelesen zu haben… es hat mir eine Welt eröffnet. Coaching für Hochbegabte, dass es dies gibt?! Ja klar, nun ist mir auch bewusst weshalb meine Versuche eine Therapie anzugehen, immer geschneidert sind. Das lag an der Grösse des „Schraubenschlüssels“.

Das Interview mit Frau Lilli Cremer-Altgeld hat mit dann den Mut gegeben Ihnen zu schreiben.

Ich bin Jahrgang 1961, mit wenig Schulbildung und einem IQ von (*ca.) 145… gemessen wurde dieser vor langer Zeit, damals war ich so um die so um die 27 Jahre jung. Ich hatte einen Psychologen für eine Berufsberatung aufgesucht. Als ich zur zweiten Besprechung kam, schlug er mir vor einen IQ-Test zu machen. 




Bis dahin hatte nie davon gehört. Aber es wunderte mich nicht besonders, dass er sich Klarheit über meine Intelligenz verschaffen musste, schliesslich hatte ich nur eine sehr dürftige Schulkarriere vorzuweisen. Da stellte sich natürlich schon die Frage, ob es an einem Mangel an Intelligenz liegen könnte, dachte ich.

Also machten wir den Test. Er legte mir ein dickes Buch vor, erklärte mir ich müsse mich durch die Aufgaben arbeiten und er würde mich dabei filmen, dann lies er mich alleine. So, nun fing ich an die Aufgaben zu bearbeiten aber es wurde mir bald langweilig dabei. Da habe ich das „Buch“ umgekehrt (so wie man es oft mit langweiligen Büchern macht in der Hoffnung weiter hinten käme dann doch noch was Spanendes). Also habe ich mich, so ab Mitte des Aufgabenbuches, von hinten nach vorne gearbeitet…. es war nicht viel spannender.

Bei meinem darauffolgenden Besuch, teilte mir mein Berufsberater das Resultat des Testes mit. Er sagte mir er hätte einen IQ von 145 messen können. Er nehme jedoch an, dass er eher höher liege, so um die 160. Da ich jedoch diese Charaktereigenschaft hätte, welche mich dazu verleihe, die Dinge nicht konsequent zu ende zu führen, könne er eben nur eine circa Messung von 145 bestätigen. Der durchschnittliche IQ liege in etwa bei 100/110, sagte er dann noch abschliessend. Dann schrieb er für mich noch einen Bewerbungsschreiben als Vorlage, in dem er erläuterte ich sei eine „adrette“ junge Frau mit einer überdurchschnittlichen Auffassungsgabe....schickte mich nach Hause und bald danach die Rechnung.

Also, hätte er mir gesagt, meine Füsse seinen Grösse 37/38, hätte ich damit etwas anfangen können. Aber einen IQ von 145 oder 90 oder 105 oder 10… was sollte ich damit anfangen. Gut, ich wusste nun zumindest schon mal, dass ich nicht dumm war. Das machte es mir aber gar nicht leichter, im Gegenteil, dann war ich ja faul! Also hatten sie doch alle recht gehabt, alle Lehrer, Eltern, Geschwister, alle. Da blieb nur noch das „adrett“, das was ich immer nur gewesen war. Ohne Zweifel, ich war hübsch und faul. Da lag das Problem.

Im laufe der Jahre habe ich mich ein bisschen mit dieser IQ Geschichte beschäftigt, und dabei herausgefunden, dass ich ein seltenes Tier bin. Aber die Welt nach der Industrialisierung, weiss nichts mit solchen seltenen Tieren anzufangen. Die stören nur, sind aufmüpfig, hinterfragen alles, reden ohne Unterbruch, und als ob dies nicht ausreichen würde, sind sie auch noch supersensible und ständigen seelischen Hoch und Runter ausgesetzt.

Meine Tochter habe ich als sie circa acht Jahre alt beim Schulpsychologischen-Dienst testen lassen. IQ 130, war das Resultat… Gott sei Dank! Sie versteht mich einiges besser als der Rest der Welt. Aber auch sie hat manchmal mühe mir zu folgen, so sagt sie. Sie sagt, meine Gedanken seinen zu schnell, und irgend ich sei ich unermüdlich, würde weiter denken, weiter denken an derselben Sache, dann wenn alle andere schon lange nicht mehr mögen.

Aber ich habe zu wenige Informationen als das ich alles verstehen könnte was ich gerne verstehen würde. Da müsste ich bei Aristoteles anfangen, über die Quantenphysik bis zur künstlichen Intelligenz….

Als ich noch Zeit gehabt hätte, da war ich zu sehr mit elementaren existenziellen Sorgen beschäftigt. Alleine mit einem Kind ohne eine anständige Ausbildung, das ging weder zeitlich noch finanziell. Ich hätte das Gymnasium nachholen müssen um so an die Uni gehen zu können.

In der Zwischenzeit ist das „adrett“ auch nicht mehr so sehr adrett, dafür weiss ich jetzt dass ich nicht faul bin. Meine Tochter hat an der Hochfachschule Sozialarbeit studiert und ist glücklich im Berufsleben integriert.

Das Internet ist meine Heimat geworden, da kann ich mich so richtig austoben. Die Geschichte mit den Hyperlinks ist einfach genial!!! Da schwirre ich von einem Thema zum anderen, debattiere in Social Networks und Foren. Es wächst in mir immer mehr die Idee, auf eigene Faust mir mein Studium „zusammen zu basteln“. Muss ja kein Abschluss holen, würde es nur für mich machen. Tut mir leid für die Welt der ein kleiner Genie entgangen ist, aber währ nicht sehen viel der muss spüren J

Die Gebiete für welche ich mich besonders interessiere sind Sozialwissenschaften und Philosophie.

Nun habe ich Sie sehr lange aufgehalten, hoffe auch ein bisschen unterhalten. Sie dürfen diesen Text gerne verwenden, wenn Sie denken es könnte jemanden von Nutzen sein. Vielleicht jemand der ein Kind hat welches ständig Fragen stellt, rückwärts läuft und dabei die Wolken betrachtet, viel Schreibt obwohl es Legastheniker ist. 

Es ist eine Frage der Verantwortung, ob diese Gesellschaft es sich leisten kann Hochbegabung zu verschwänden. Eine so primitive Welt, in der immer noch Menschen an Hunger sterben und Kinder ihre Glieder in Minenfelder verlieren, ist es vielleicht eine unerhörte Verschwendung hochbegabte Wesen zu ignorieren.

Viele liebe Grüsse und vielen Dank für Ihre Webpräsenz.



Ich danke für die Erlaubnis, den Text hier präsentieren zu dürfen.  Jona Jakob